Auszeichnung mit Corona-Abstand: Monika Hauß-Schmid wurde von Heiko Wingenfeld geehrt.
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Auszeichnung mit Corona-Abstand: Monika Hauß-Schmid wurde von Heiko Wingenfeld geehrt.

Frau mit Ideen und großer Tatkraft

Fuldaer Unternehmerin Monika Hauß-Schmid erhält das Bundesverdienstkreuz

  • Volker Nies
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Große Ehre für eine große, ganz besonders sozial eingestellte Unternehmerin: Monika Hauß-Schmid (71), langjährige Geschäftsführerin ihres Unternehmens Werner Schmid GmbH, erhielt am Dienstag das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Insbesondere eine Eigenschaft zeichnet Monika Hauß-Schmid aus. Darin waren sich Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), Antonius-Geschäftsführer Rainer Sippel und IHK-Präsident Dr. Christian Gebhardt am Dienstag einig: Die Unternehmerin hat nicht nur Ideen, wie man Menschen helfen kann, die es nicht leicht haben, sondern sie packt auch immer selbst tatkräftig mit an, wenn es darum geht, diese Ideen umzusetzen. „Sie sind eine starke Fuldaer Persönlichkeit“, würdigte der OB.

In den bisher fünf Jahren seiner Amtszeit sei Hauß-Schmid die erste Frau, die er mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnen könne. Die Ehrung fand am Dienstag coronabedingt im fast leeren Marmorsaal des Stadtschlosses statt, in dem nur gut 20 Familienmitglieder, Freunde und Weggefährten erlaubt waren.

Engagiert auf vielen Ebenen zugleich

Wingenfeld stellte heraus, dass sich Hauß-Schmid auf vielen Ebenen zugleich engagiert habe: in der Familie, in der Führung ihres Unternehmens und im Ehrenamt – in der Industrie- und Handelskammer, deren Vizepräsidentin sie 2009 bis 2019 war, im Vorstand des Arbeitgeberverbands Osthessen, und in zwei Organisationen, die sie selbst mit aus der Taufe hob und dann lange in ihnen aktiv war: Im Jahr 1999 war sie Mitgründerin des Netzwerks Schulen, das schwächere Schüler unterstützt, und im Jahr 2000 Mitgründerin der Gesellschaft Perspektiva, mit deren Hilfe junge Menschen eine Stelle bekommen, die es ohne Unterstützung schwer haben, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

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Hauß-Schmid hat viele Unternehmer überzeugt, selbst bei Perspektiva mitzumachen – und sie hat im eigenen Unternehmen fünf Menschen beschäftigt, deren Weg durch Perspektiva unterstützt wurde. Die Unternehmerin hat auch Flüchtlingen Nachhilfe gegeben. „Sie haben eine zupackende Art, Dinge persönlich in die Hand zu nehmen“, lobte der OB. „Es ist herausragend, wie sie die Gesellschaft bereichern. Sie haben ein Talent auf Menschen zuzugehen, aber sie sind bescheiden geblieben“, fasste Wingenfeld zusammen.

Blick nach vorn

Ihr Sohn Matthias Hauß, der das Unternehmen seit 2015 mit seinem Bruder Joachim Hauß führt, hatte die Auszeichnung angeregt. Er dankte den vielen Verbänden für die Unterstützung in dem Prüfungsprozess.

Monika Hauß-Schmid dankte den langjährigen Prokuristen Alfred Jordan und Günter Schlitzer für die Unterstützung im Unternehmen, ihren Freundinnen für deren jahrzehntelange Treue und ihren Söhnen „dafür, dass sie mir so wenig Kummer bereiteten, dass ich viel Energie in die Förderung anderer Menschen stecken konnte“. Sie blickte nach vorn: „Hoffentlich gibt uns Corona bald wieder Möglichkeiten: Ich freue mich darauf, bei Perspektiva wieder große Ideen verwirklichen zu können.“

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