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Funkloch in Oberkalbach ist Geschichte – 40 Meter hoher Mobilfunkmast offiziell eingeweiht

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Oberkalbach - Der neue Mobilfunkmast bei Oberkalbach ist offiziell eingeweiht worden. Bürgermeister Florian Hölzer (parteilos) ließ bei dieser Gelegenheit die beinahe zwei Jahrzehnte lange Vorarbeit Revue passieren.

Von unserem Redaktionsmitglied Marcus Lotz

Es war der wohl meistgesprochene Satz am Tag der offiziellen Einweihung des Mobilfunkmastes nahe dem Sportplatz bei Oberkalbach: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Erleichterung und Freude stand den Anwesenden ins Gesicht geschrieben. Das hatte seinen Grund: Vor beinahe 20 Jahren begannen die Bemühungen der Gemeinde, einen Mobilfunkmast in Oberkalbach aufstellen zu lassen.

Dass es dazu lange Zeit nicht kam, hatte mehrere Ursachen: Die Standortsuche gestaltete sich schwierig, die Verhandlungen mit den Netzbetreibern zogen sich in die Länge oder blieben erfolglos. Und in der Bevölkerung gab es Stimmen, die massive Bedenken wegen der Mobilfunkstrahlung anmeldeten.

Vertrag für die nächsten 15 Jahre

So lag das Unternehmen seit 2007 über einen langen Zeitraum brach, bis der Ortsbeirat das Thema im Jahr 2016 erneut auf die Agenda brachte. Dieses Mal mit Erfolg: Mit der Telekom schloss die Gemeinde einen Vertrag, der zunächst eine Mobilfunkabdeckung vom 1. Mai 2018 bis zum 30. April 2033 vorsah.

Da sich die Inbetriebnahme jedoch bis November dieses Jahres hinzog, ist auch der Vertrag entsprechend verlängert worden, sodass „der Standort für die nächsten 15 Jahre gesichert ist“, wie Bürgermeister Hölzer bei der Einweihung betonte. Zudem sei die Option vereinbart worden, den Vertrag über diese 15 Jahre hinaus zu verlängern.

Empfang bis zu den angrenzenden Orten

Hölzer richtete seinen besonderen Dank an den Ortsbeirat, den Gemeindevorstand, den Landkreis Fulda und die Deutsche Telekom. Letztere sei der einzige Anbieter gewesen, der letztendlich für das Projekt zur Verfügung gestanden habe.

Und wie ist der Empfang? „Es läuft. Ich habe schon viele positive Rückmeldungen gehört. Der Empfang strahlt wohl auch bis in angrenzende Ortsteile aus“, berichtete Hölzer.

40 Meter hoher Turm

Einzig der Sparhof hat bislang noch keinen Empfang – und das, obwohl der Turm extra hierfür 40 statt der ursprünglich geplanten 30 Meter hoch gebaut worden ist. „Da wird von der Telekom noch nachjustiert, sodass ich denke, dass wir auch hier eine Lösung finden werden“, sagte der Rathauschef, der resümierte: „Es gibt an diesem schönen Tag ein Happy End.“

Ickler: „Vorher ging fast gar nichts“

Auch Ortsvorsteher Torsten Ickler zeigte sich zufrieden: „Es hat lange gedauert, ist aber gut geworden. Es ist schön, dass wir nun endlich Empfang in Oberkalbach haben – denn vorher ging hier fast gar nichts. Egal ob sich die jungen Leute abends von der Kirmes abholen lassen oder jemand einen Notruf absetzen wollte.“

Ickler dankte dem Bürgermeister dafür, dass er sich für das Projekt eingesetzt habe. „Du hast sehr viel Geduld gehabt.“

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