Fotos: Volker Nies

Galeria Karstadt Kaufhof bleibt mit beiden Häusern in Fulda am Uniplatz

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Erleichterung bei den betroffenen Mitarbeitern und den Verantwortlichen für den Fuldaer Einzelhandel: Der Kaufhauskonzern Karstadt Kaufhof wird beide Häuser am Fuldaer Uniplatz weiterführen – mindestens bis Ende 2024.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

Diese Zusage gab die Unternehmensleitung von Galeria Karstadt Kaufhof als Ergebnis der Tarifverhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft verdi. „Der Tarifvertrag für Kaufhof und Karstadt Warenhaus gilt für fünf Jahre bis 31. Dezember 2024 und sieht unter anderem eine Standortsicherung für alle Filialen einschließlich der Doppel- und Mehrfachstandorte bis Ende 2024 und eine Beschäftigungssicherung, das heißt den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen, bis Ende 2024 vor“, berichtet die Gewerkschaft.

Die Konzernleitung hat dieser Aussage nicht widersprochen. Ende 2018 fusionierten Karstadt und Galeria Kaufhof. Danach kamen Sorgen auf, der Konzern werde sich in Fulda von einem Haus trennen. Jetzt aber erklärt der Konzern: Er plant weiter mit zwei Häusern – und zwar sicher bis Ende 2024. Die endgültige Fusion soll im Januar 2020 folgen.

OB: Wichtig für die Innenstadt

„Die Stadt Fulda als Standort zweier traditionsreicher Filialen von Kaufhof und Karstadt begrüßt die Tarifeinigung zwischen Verdi und dem Warenhauskonzern“, äußert OB Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) unserer Zeitung. „Die lange Laufzeit des Tarifvertrags und die Vereinbarungen zur Standortsicherung sind positive Signale dafür, dass die Beschäftigten und die Bevölkerung der Region nicht befürchten müssen, dass nach der endgültigen Fusion von Karstadt und Kaufhof in Kürze eine oder gar beide Warenhaus-Immobilien in Fulda leerstehen werden.“

Für die Attraktivität der Fuldaer Innenstadt als Einkaufsziel für ein großes Umland seien die beiden Wagenhäuser wichtige Frequenzbringer, von denen auch die übrige Innenstadthandel profitiert. „Das ist ganz großartig. Das ist gut für die Belegschaften und die Vielfalt und die Attraktivität der Fuldaer Innenstadt“, kommentiert Reginald Bukel, Vorsitzender des City Marketing Fulda.

IHK: „Gute Nachricht für Fulda“

„Es war nicht zwingend damit zu rechnen, dass beide Häuser weitergeführt werden, denn sie liegen räumlich doch sehr nah beieinander.“ Karstadt und Galeria Kaufhof in Fulda hätten jedoch beide einen individuellen Charakter und jeweils eine eigene Stammkundschaft. „Der Konzern täte sicherlich gut daran, dass die beiden Häuser so unterscheidbar bleiben, wie sie es heute sind. Zwei gleiche Häuser an einem Platz – das würde sicher nicht funktionieren.“

Die Käufhäuser böten zu einem großen Teil ein Sortiment, dass es so nur bei ihnen gebe, sagt Bukel. „Damit tragen sie zur Abwechslung und Anziehungskraft der Innenstadt bei. Beide Kaufhäuser sind wichtige Besuchermagnete, von denen die anderen Händler in der Innenstadt profitieren“, ist Bukel überzeugt. Beide Häuser hätten in Fulda den Vorteil erstklassiger Standorte am Uniplatz.

„Das ist eine gute Nachricht für Fulda“, sagt Hermann Vogt, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Fulda. „Beide Häuser bringen viel Frequenz in die Innenstadt.“ Beide Kaufhäuser seien auch ein Vorbild dafür, wie die Verzahnung von Online- und stationärem Handel gelingen könne.

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