Helmut Mai pflanzt 50 verschiedene Obst- und Gemüsesorten in seinem modernen Bauerngarten an.
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Helmut Mai pflanzt 50 verschiedene Obst- und Gemüsesorten in seinem modernen Bauerngarten an.

Paradies für Insekt, Vogel und Mensch

Der schönste Garten (1): Obst und Gemüse wächst in der modernen Bauernoase von Helmut Mai

  • vonAlina Hoßfeld
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Heute stellen wir den ersten von insgesamt sechs Gärten vor, die in unsere engere Auswahl zum schönsten Garten der Region gekommen sind. Den Anfang macht der moderne Bauerngarten von Helmut und Jakob Mai.

  • Unsere Leser haben uns ihr schönen Gärten und Balkone geschickt. Wir stellen die sechs schönsten Garten und die sechs schönsten Bakone vor.
  • Helmut Mai bewirtschaftet mit seinem Sohn Jakob Mai ein wahres Paradies.
  • Zahlreiche Gemüse- und Obstsorten wachsen in seinem Garten.

Hosenfeld - „Ein Paradies für Insekt, Vogel und Mensch“, so beschreibt Helmut Mai (70) seinen 150 Quadratmeter großen Garten in Hosenfeld, den er gemeinsam mit Sohn Jakob Mai (36) pflegt. Gleich auf den ersten Blick fällt auf, dass diese Oase anders ist. Keine perfekte Wiese, dafür „wilde Ecken“ und viele Beete, in denen die unterschiedlichsten Obst- und Gemüsesorten wachsen – genau das macht ihren Rückzugsort besonders. Denn nicht viele Menschen können sich fast ausschließlich von den Erzeugnissen aus dem eigenen Garten ernähren.

Ein Paradies hat sich Helmut Mai mit seinem Obst- und Gemüsegarten geschaffen

Rund 70 Quadratmeter werden als Anbaufläche genutzt – dort haben die Mais in diesem Jahr 50 verschiedene Obst- und Gemüsesorten in zehn Beeten angepflanzt. „So viel haben wir noch nie gesät. Aber durch Corona ist unser Busunternehmen im Stillstand. Wir haben viel Zeit zum Gärtnern“, sagt Helmut Mai.

Helmut Mai pflanzt 50 verschiedene Obst- und Gemüsesorten in seinem modernen Bauerngarten an.

Unter anderem findet man in ihrem Garten Himbeeren, Maulbeeren, Artischocken, Lauch, Chinakohl, Erbsen, Bohnen, Salat, Kürbis, verschiedene Kräuter, Äpfel, Birnen, Fenchel, Rettich, Paprika, Auberginen und Zitronen – und das ist nur eine kleine Auswahl.

Obst und Gemüse im Garten - das Familienprojekt von Helmut und Jakob Mai

„Es gibt fast das gesamte Jahr über etwas zum Ernten. Zudem bauen wir unser Obst und Gemüse so an, dass nicht alles auf einmal reif ist. Manchmal verschenken wir auch etwas“, sagt der 70-Jährige. Sein Sohn fügt an: „Schon als ich ein kleines Kind war, hat mein Vater Obst und Gemüse im Garten gepflanzt. Er macht das seit 36 Jahren; seit etwa 15 Jahren helfe ich ihm dabei, und wir bauen immer mehr an“.

Auch Zitronen sind in seinem Garten zu finden.

Aktion „Sommer in der Heimat“

Unter dem Motto „Sommer in der Heimat“ sucht unsere Zeitung mit der RhönEnergie Fulda, offizieller Partner der Aktion, in diesem Jahr den schönsten Garten und den schönsten Balkon der Region. Dem Gewinner des schönsten Balkons und dem Besitzer des schönsten Gartens winken attraktive Preise.

In anderen Teilen der schönsten Balkone hat Familie Frischkorn aus Fulda ihren Balkon mit Blumen, Kräutern und einem kleinen Tümpel vorgestellt. Außerdem hat Studentin Patricia Unger einen Einblick in den Balkon ihrer Ein-Zimmer-Wohnung gegeben. Trudi Derstappen hat einen Einblick in ihre grüne Oase auf dem sieben Quadratmeter großen Balkon gegeben. Und: Bei den Wuttkes auf der Dachterrasse hat man einen herrlichen Ausblick. Sonja Diethei vereint auf ihrem Balkon den Sylter Strand und Spanien.

In anderen Teilen der schönsten Gärten hat Helmut Mai seinen Obst- und Gemüsegarten vorgestellt. Und einer der schönsten Gärten ist Christina Lattkas Paradies in Schlitz. Birgit Henkel hat in ihrem Garten in Arzell sowohl Gemüse- und Heilpflanzen als auch wunderschöne Blumen. Im Sommer wird sie zur Selbstversorgerin. Karin Baier aus Schmalnau stellt dank der Kräuter in ihrem Garten eigene Salben und Tinkturen her. In Ursula Webers Garten fühlen sich Insekten pudelwohl.

Natürlich braucht ein solcher Garten auch viel Pflege, doch die Freude an der Gartenarbeit merkt man den beiden an. Und Helmut Mai hat auch paar Tipps: „Ich habe Kuhmist und Kompost unter die Erde gemischt. Alles wächst super.“ Um Schnecken von seinen Beeten fernzuhalten, nutzt er einen sogenannten Schneckendraht, den er am Beet befestigt. Ein weiterer Ratschlag: „Es ist wichtig, immer gut zu gießen. Pflanzen spüren, ob man sich um sie kümmert oder nicht – das geben sie zurück.“

Halmut und Jakob Mai geben Tipps zur Pflege des Gartens

Die Bewässerung seiner Beete erfolgt über Wasserschläuche, die in Schlingen durch die Beete geführt werden. Die Schläuche sind am Ende verschlossen und alle zehn bis zwanzig Zentimeter angebohrt. Es erfolgt eine gleichmäßige Bewässerung, und das Wasser kann direkt an den Wurzeln ankommen.

Johannisbeeren dürfen nicht fehlen.

Neben der Anbaufläche gibt es in dem Garten der Mais zwei „wilde Ecken“. „Den Begriff Unkraut kenne ich nicht“, sagt Helmut Mai mit einem Lachen. Die „wilden Ecken“ seien vor allem für Insekten und Vögel gedacht: „Hier kann sich die Natur in Ruhe ausbreiten. Die Tiere finden unter anderem Nahrung und einen Unterschlupf“, sagt Helmut Mai, der sich wünscht, noch so lange wie möglich seinen Garten pflegen zu können.

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