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Gastronomen begegnen Corona-Krise kreativ – rührende Geschichte im Fuldaer Haus

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Region - Die Coronakrise mit den einhergehenden massiven Einschränkungen bringt die Gastronomen in der Region an den Rand der Verzweiflung. Viele fürchten um ihre Existenz – einige gehen den Kampf gegen die Krise sehr kreativ an.

„Wir bereiten uns aber darauf vor, die Grundversorgung für Menschen, die zuhause bleiben müssen, aufrechtzuerhalten“, führt der Gastronom aus. Derzeit prüfe man, inwieweit man bei der Auslieferung mit entsprechender Schutzkleidung und einer Sondergenehmigung auch im Falle einer generellen Ausgangssperre den Betrieb aufrecht erhalten kann.

Verständnis für Einschränkungen

Für die Einschränkungen hat Kolasinac Verständnis: „Wir müssen jetzt alle auf die Experten hören. Hoffentlich sind die Deutschen da disziplinierter als wir Südländer.“ Je nachdem, wie gut der Betrieb aufrecht erhalten werden kann, müsse dann entschieden werden, in welchem Maße für die vier festen Mitarbeiter sowie die Aushilfen staatliche Hilfe wie Kurzarbeitergeld beantragt werden kann und muss.

Besonders rührig ist die Geschichte, die das Fuldaer Haus an der Maulkuppe zu berichten hat. Gerade saß das Team zur Krisensitzung beisammen, als das Telefon klingelte. Am Telefon war eine Dame, die erzählte, dass sie die ganze Nacht nicht habe schlafen können.

„Der Herrgott schickte uns einen Engel“

Sie hatte sich in den schlaflosen Stunden offenbar überlegt, wie sie dem Fuldaer Haus in dieser Notsituation helfen kann. Da sie ihren Geburtstag dort feiern möchte, bot sie eine sofortige Anzahlung von 5000 Euro an. „Der Herrgott schickte uns einen Engel“, schreibt das Team des Fuldaer Hauses auf Facebook, das von Tränen der Rührung berichtet.

„Es könnte vielleicht für alle Gastronomen hilfreich sein, wenn Gäste für ihre Veranstaltungen mit einer Anzahlung für ihre Feier in Vorschuss gehen. Dann könnte das die Betriebe über diese Zeit vielleicht retten“, schreibt das Team weiter. Und als dann die ersten Gäste anriefen, um sich nach den Stornierungsmodalitäten zu erkundigen, seien diese gerne darauf eingegangen, eine Anzahlung für einen späteren Termin zu zahlen.

Um diesen Gedanken fortzuführen: Auch der Kauf von Gutscheinen könnte ein Weg sein, mit einer Art zinslosem Kredit denjenigen auszuhelfen, die sonst um ihre Existenz fürchten müssten. Neben der staatlichen Hilfe ist auch hier Solidarität in der Bevölkerung gespart, um diese Krise gemeinsam durchzustehen.

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