In der Friedrichstraße stehen gestapelte Tische und Stühle. Im Vordergrund ein Blumenbeet.
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Außengastronomie in der Friedrichstraße in Fulda

Politik hat entschieden

Unterstützung für die Gastronomie: Fuldaer dürfen am Wochenende länger draußen sitzen

  • Eike Zenner
    vonEike Zenner
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Hilfe für die Wirte in der Corona-Krise: In Fulda werden die Zeiten für die Außengastronomie verlängert. Freitags und samstags dürfen Gäste jetzt bis 24 Uhr draußen bewirtet werden. Das hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Die Regelung gilt ab diesem Wochenende.

  • Die Zeiten für die Außengastronomie in Fulda werden verlängert
  • Vertretern der Opposition geht die Entscheidung nicht weit genug
  • Die Regelung ist angelehnt an den Musicalsommer

Fulda - „Wir wollen ein Signal setzen zur Stärkung der Gastronomie“, sagte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU). Die Regelung gilt bis Ende Oktober. Und sie ist angelehnt an die Regelung, die zuletzt im Zuge des Musicalsommers galt.

Freitags und samstags sowie vor Feiertagen dürfen die Gastronomiebetriebe ihre Außenbereiche bis 24 Uhr öffnen. Das heißt: Die Fuldaer dürfen in diesem Sommer am Wochenende eine Stunde länger draußen sitzen.

Die Regelung ist mit breiter Mehrheit beschlossen worden und soll bereits ab dem nächsten Wochenende gelten. „Die Gastronomie und auch der Handel leiden extrem. Eine Belebung der Innenstadt ist nötig“, sagte die Vorsitzende der CDU-Fraktion, Patricia Fehrmann. Dazu könne die Ausweitung der Öffnungszeiten beitragen.

Folgen des Coronavirus: Außengastronomie in Fulda bis 24 Uhr

Vielen Vertretern der Opposition geht die Regelung nicht weit genug. „Ich habe nichts gegen den Vorschlag des Oberbürgermeisters, aber er erscheint mir dürftig angesichts der großen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gastronomie“, sagte Ernst Sporer (Grüne). „Viele haben den Schuss noch nicht gehört. Wir brauchen mehr Hilfe.“

Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Jonathan Wulff, sagte: „Es ist nur eine kleine Hilfe. Das heißt aber nicht, dass wir diese kleine Hilfe nicht leisten sollten.“

Die Fraktionen hatten in den vergangenen Wochen bereits verschiedene Vorschläge gemacht, wie die Gastronomie in Fulda gestärkt werden könnte. Aus den Reihen der CWE kam aber auch der Hinweis, auf die Interessen von Anwohnern in der Innenstadt zu achten - Stichwort: Lärmschutz.

Neben der Verlängerung der Außengastronomie kommt die Stadt Fulda den Wirten auch bei den sogenannten Sondernutzungsgebühren entgegen. Hier gibt es Erleichterungen.

Ein weiteres großes Thema in der Stadtverordnetenversammlung: Der Streit um das Baugebiet "Weiße Stadt" in Haimbach. Zugleich machte der Oberbürgermeister Hoffnung, was den Weihnachtsmarkt betrifft.

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