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Gefährliche Raupe erstmals in Fulda aufgetaucht: Weg im Haubental muss gesperrt werden

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Die durch den Klimawandel begünstigte Ausbreitung einer gesundheitsgefährdenden Raupenart, des sogenannten Eichenprozessionsspinners, hat jetzt das Fuldaer Stadtgebiet erreicht: Am heutigen Montagmorgen entdeckten Mitarbeiter des Amts für Grünflächen und Stadtservice mehrere Nester an verschiedenen Eichen im Bereich des Haubentals am Aschenberg.

Zu erkennen ist der Schädling an den typischen Tagnestern (siehe Bild), die sich wie ein weißes Gespinst oder dichtes Spinnennetz um starke Äste oder Astgabeln herumlegen (ähnlich wie bei der harmlosen Gespinstmotte). Aus diesen Nestern steigen die Raupen in einem bestimmten Larvenstadium abends in Prozessionen (daher der Name) am Stamm des Baumes zum Fressen in die Blätterkrone. Von Mitte Juli bis Mitte August verpuppen sich die Raupen.

Anschließend schlüpfen die Falter und legen ihre Eier bevorzugt in Eichenkronen ab. Im Ei überwintert die Jungraupe bis zum Frühjahr. Je milder der Winter ausfüllt, desto größer ist die Überlebensrate. Schäden für den Baum entstehen vor allem durch den wiederholten Kahlfraß, der den Baum auf längere Sicht massiv schwächen kann. Gefahren für den Menschen können auch von Altnestern ausgehen, in denen sich noch Brennhaare befinden.

Hintergrund: Im Fuldaer Stadtgebiet (ohne den Forstbereich) gibt es rund 3000 Eichen, die durch den Eichenprozessionsspinner potenziell gefährdet sein könnten. / ls

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