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Geld vom Landkreis: Kindergarten Eckweisbach wird erweitert

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Eckweisbach - Der Landkreis Fulda unterstützt die Erweiterung des Kindergartens im Hilderser Ortsteil Eckweisbach mit einer Förderung in Höhe von 117.800 Euro. Das ist knapp ein Drittel der Gesamtkosten von 390.000 Euro.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

In fast allen Kreis-Kommunen werden die Kindertagesstätten zu klein. Es muss um- und angebaut werden, um alle Elternwünsche nach Betreuung erfüllen zu können. In Eckweisbach zum Beispiel ist der Platz so begrenzt, dass Leiterin Eva Möslein ihr Zimmer für die Gruppenbetreuung hergegeben hat. Ihr Schreibtisch steht jetzt im Flur, direkt neben der Eingangstür.

Veränderungen seit 1993

Im Zuge der geplanten Erweiterung werden ein Schlafraum für die U-3-Kinder, ein Multifunktionsraum für Projektarbeiten und ein Personalraum entstehen. „Als der Kindergarten im Jahr 1993 gebaut wurde, waren wir sechs Erzieherinnen, heute sind es 15 und ein Erzieher, erläutert sie die Veränderungen. Grund seien neben vielen Teilzeitarbeitsplätzen vor allem neue Anforderungen des Kindergartenfördergesetzes.

„Nicht auf Rosen gebettet“

„Der Landkreis Fulda unterstützt die ländlichen und diejenigen Kommunen, die nicht auf Rosen gebettet sind“, sagte Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt (CDU). Früher habe der Kreis die Kita-Baumaßnahmen mit fünf bis zehn Prozent der Gesamtkosten gefördert. „Wir haben uns entschieden, diesen Anteil zu erhöhen“, weil dem Landkreis die Kinderbetreuung so wichtig sei und er eine ausgleichende Funktion wahrnehmen möchte.

Alles reibungslos verlaufen

Der Hilderser Bürgermeister Hubert Blum (SPD) wies darauf hin, dass bei den Planungen alles reibungslos gelaufen sei. „Wir haben mit dem Verwaltungsrat zusammengesessen und beraten, was gemacht werden soll“. Die Gemeinde übernimmt 100 Prozent der Kosten. Der Bürgermeister hofft neben der Unterstützung des Kreises auch auf eine finanzielle Zuwendung des Landes. Insgesamt sind die Kosten mit rund 390 000 Euro veranschlagt. Mit den Bauarbeiten soll begonnen werden, sobald die Zustimmung aus Wiesbaden vorliege.

In Hilders steht neben Eckweisbach noch eine weitere Kita-Erweiterung im Kernort an. Dort gebe es laut Blum aber noch keine Planungen.

Erhöhung der Betreuungsqualität

Pfarrer Carsten Noll freut sich, dass auch dank des Kreiszuschusses die Erweiterung realisiert werden kann. Durch die neuen Räume könne die Betreuungsqualität erhöht werden, und die Erzieherinnen erhielten eine Rückzugsmöglichkeit und könnten in einem eigenen Raum ihre Besprechungen abhalten. Noll lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und politischer Gemeinde.

Der Kindergarten in Eckweisbach wird von 70 Kindern besucht. Im März kann die Anzahl erhöht werden, weil dann eine Waldgruppe wieder ihre Arbeit aufnimmt.

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