Gemeinde Petersberg bietet ab 1. Juli einen Waldfriedhof an

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Margretenhaun - Hat die klassische Erdbestattung ausgedient? In vielen Gemeinden werden mehrheitlich Urnenbestattungen durchgeführt. Die Gemeinde Petersberg reagiert auf das große Interesse nach alternativen Grabstellen – und bietet ab dem 1. Juli einen Waldfriedhof in Margretenhaun an.

Urnenbestattungen werden in der Region immer beliebter. Gab es in Petersberg 2009 noch 101 Erd- und 26 Urnenbestattungen, fanden 2014 erstmals mehr Urnenbegräbnisse (73) als Erdbestattungen (67) statt. „Das ist ein allgemeiner Trend. In Hünfeld liegt die Quote der Urnenbestattungen bei fast 60 Prozent“, berichtet auch der Pressesprecher der Zuse-Stadt, Helmut Käsmann.

Die Gemeinden wollen die hohe Nachfrage nach alternativen Beerdigungsformen – beispielsweise in der friedlichen Ruhe des Waldes, am Hang eines Berges oder unter einem Baum – bedienen. „Unser Friedpark wird sehr gut angenommen. Wir überlegen, mittelfristig das Gelände zu erweitern“, erklärt Käsmann.

Die Stadt hat den alten Nüster Friedhof vor gut dreieinhalb Jahren zum „Friedpark Hofberg“ umgewandelt. 600 naturnahe Grabstellen gibt es hier – rund die Hälfte ist schon belegt oder reserviert. Ähnlich sieht es auf dem Gehilfersberg bei Rasdorf aus: Seit der Eröffnung 2009 gab es dort schon 100 Beisetzungen.

Die Gemeinde Petersberg zieht nun nach. Ab dem 1. Juli gibt es auf dem Friedhof in Margretenhaun auch Baumgrabstätten. „Wir waren schon länger auf der Suche nach einem naturnahen Friedhof und wir brauchten ohnehin mehr Plätze für Urnen. Ursprünglich wollten wir so etwas auf dem Rauschenberg einrichten, aber da fand sich kein geeigneter Platz“, erklärt Bürgermeister Karl-Josef Schwiddessen (CDU).

Einen ausführlicheren Bericht – unter anderem mit Details zu den Kosten einer Bestattung auf dem Waldfriedhof – lesen Sie am Dienstag in der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung sowie im E-Paper. / kir

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