Viele Besucher auf dem Gersfelder Buttermarkt.
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Viel Betrieb herrschte am Gersfelder Bauernmarkt.

Anbieter zufrieden

25 Jahre Gersfelder Bauernmarkt: Produkte aus der Region ziehen 4000 Besucher an

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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Seit 25 Jahren finden Bauernmärkte in Gersfeld statt. Auch in Coronazeiten halten die Kunden den Selbstvermarktern die Treue.

  • Seit 25 Jahren finden Bauernmärkte in Gersfeld statt.
  • Auch in Corona-Zeiten kamen am Sonntag viele Besucher zum Bauernmarkt nach Gersfeld.
  • Die Selbstvermarkter auf dem Bauernmarkt in Gersfeld ziehen ein positive Bilanz.

Gersfeld - Gutes Wetter, ein tolles Ambiente am historischen Marktplatz – die Voraussetzungen waren am Sonntag bestens. „Ich bin sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagt Mark Rehm, Vorsitzender des VereinsWir für Gersfeld“, der seit sieben Jahren für die Organisation zuständig ist. Eigentlich sollte am Sonntag der große Milch- und Honigmarkt des Biosphärenreservates in ganz Gersfeld und im Schlosspark mit Dutzenden Anbietern stattfinden. Bis zu 15.000 Besucher wurden erwartet. Doch wegen Corona musste diese Großveranstaltung ausfallen.

4000 Besucher kamen zum Bauernmarkt nach Gersfeld - Selbst Hergestelltes aus der Region

Der traditionelle Bauernmarkt konnte aber stattfinden. „Zwischen 2000 und 4000 Besucher kommen regelmäßig“, sagt Rehm. Am Sonntag waren es eher 4000 über den Tag verteilt. Die Stadt war voll, die Stimmung gut. Während im Winter der Markt in der Rhönmarkthalle stattfindet, haben dieses Jahr die Anbieter coronabedingt und mit Abstand schon seit April ihre Waren im Freien angeboten. „Bis September ist der Bauernmarkt in der Innenstadt“, kündigt Rehm an.

Auf dem Bauernmarkt wurden viele regionale Produkte verkauft.

Waldemar Richter aus Hettenhausen war einer der vier Mitbegründer des Bauernmarktes vor 25 Jahren. Noch heute verkauft er Wurstwaren und Schinken in seinem Wagen. „Das läuft richtig gut“, bilanziert er. „Die Leute kommen nicht nur aus dem Kreis Fulda, sondern auch aus den benachbarten bayerischen und thüringischen Orten. Einige sind sogar aus der Frankfurter Gegend gekommen.“

In Gersfeld auf dem Buttermarkt herrschte reges Treiben.

30 Standbetreiber haben auf dem Bauernmarkt in Gersfeld ihre Ware angeboten

Seine Produkte sind sehr regional. Das Fleisch stammt von Schweinen aus dem eigenen Stall. „Da stehen die Tiere noch auf Stroh und haben genug Platz“, sagt er. Sein Standnachbar Rudi Fröhlich aus Gichenbach hat gerade das letzte Brot verkauft. Auch er hat etwas Besonderes: Er backt nach alten Rezepten. „Ganz so wie früher. Mit Natursauerteig und im Steinofen.“

Auf Anbieter aus der Region setzt der Verein Wir für Gersfeld“ bei der Auswahl. „Wir versuchen Selbstvermarkter aus der Umgebung zu finden, die noch handwerklich arbeiten, und die keine Massenprodukte anbieten“, sagt Rehm. Das sei nicht einfach. Knapp 30 Standbetreiber haben am Sonntag ihre Waren angeboten. Die Palette reicht von Wurst, Brot, Käse über Hochprozentiges, Obst und Gemüse, Kräuter, Feinkost, Honig und Süßwaren bis hin zu Handwerksprodukten. Geflochtenes und selbst Hergestelltes aus Naturmaterialien wie Weiden und Holz bieten Erich und Rosemarie Richter aus Buttlar in Thüringen an. Auch sie waren zufrieden. „Es läuft gut. Wir kommen gerne hierher“, sagt sie.

Unter anderem wurden selbstgemachte Körbe auf dem Bauernmarkt in Gersfeld verkauft.

„Zufrieden, aber es hätte besser laufen können“, urteilen Marion und Heiko Baier von „Schönes bei Baiers“, die wie sieben andere Geschäfte in der Innenstadt geöffnet hatten. „Die Erwartungshaltung war schlechter. Aber wir wollen uns nicht beschweren“, sagte Marion Baier.

Lesen Sie hier: Auf das Tragen von Masken muss auch bei den Wochenmärkten in Fulda geachtet werden. Außerdem: Die Stadt Fulda möchte mit den Genusswochen und dem Regiomarkt auf der Pauluspromenade die Attraktivität der Stadt in Corona-Zeiten weiter steigern.

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