Eine Straßenlaterne leuchtet.
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In Gersfeld in der Rhön soll geprüft werden, ob die Straßenlaternen nachts für einige Stunden ausgeschaltet werden. (Symbolbild)

Kosten werden geprüft

Schaltet die Naturstadt Gersfeld nachts das Licht aus? Politik sieht „Vorbildfunktion“

In Ebersburg und Tann werden nachts für einige Stunden die Straßenlaternen ausgeschaltet. Nun soll dies auch in Gersfeld geprüft werden. 

Gersfeld - Diesen Antrag, den Fraktionsvorsitzende Dr. Tanja Weber als „extrem enkeltauglich“ bezeichnete, brachte das Bündnis für Gersfeld (BfG) in die jüngste Stadtverordnetensitzung ein. „Enkeltauglich“ zu sein, also einen Fokus auf Zukunftsthemen, zum Beispiel auf Umweltthemen zu legen, hatte sich das Bündnis zur Kommunalwahl auf die Fahnen geschrieben.

„Gersfeld ist ‚Naturstadt‘, liegt im Herzen des Biosphärenreservates und ist Teil des Sternenparks Rhön“, betonte Weber. Daher falle der Stadt im Kreis Fulda eine Vorbildfunktion zu, die sich in nachhaltigen und umweltfreundlichen Maßnahmen widerspiegeln sollte.

Hessen: Schaltet Gersfeld nachts das Licht aus? Stadt soll Beleuchtung prüfen

Das Bündnis beantragte, im Einvernehmen mit den Ortsbeiräten zu prüfen, ob und in welchen Straßen der Stadtteile eine Reduzierung beziehungsweise Abschaltung der Nachtbeleuchtung möglich ist und welche Kostenersparnis dadurch entstehen kann. „Bei der Erhebung sind die Verkehrssicherheit und die Bedürfnisse der Anlieger zu berücksichtigen“, heißt es in dem Antrag. Weber betonte, der Ortsbeirat Rengersfeld habe bereits Zustimmung signalisiert. (Lesen Sie hier: Fuldaer werden befragt: Wie beeinflusst Kunstlicht das Wohlbefinden in der Nacht?)

Außerdem soll geprüft werden, inwiefern die Beleuchtung umgerüstet werden kann, zum Beispiel auf energiesparende und insektenfreundliche Leuchtmittel, zum Beispiel LED, heißt es in dem BfG-Antrag.

Laternen aus? BfG sieht Vorbildfunktion für Stadt Gersfeld

SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Gutermuth betonte, seine Fraktion begrüße den Antrag, der „wesentliches Potenzial hat, dass die Umwelt weniger belastet wird“. Und Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) sicherte zu, dass man die Sternenpark-Beauftragte Sabine Frank einladen wolle. Der BfG-Antrag wurde mit 24 Ja-, zwei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen angenommen. (jev)

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