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Gersfeld will Neubaugebiete ausweisen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Gersfeld - Dank der niedrigen Zinsen ist die Nachfrage nach Bauland in fast allen Kommunen des Landkreises groß. Jetzt will auch die Stadt Gersfeld drei kleinere Gebiete ausweisen.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

„Wir haben viele Anfragen von Bauwilligen, konnten sie aber leider bislang nicht befriedigen“, begründet Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung die Aktivitäten der Stadt.

„Als Bürgermeister freut man sich sehr über solche Anfragen. Zeigen diese doch, dass die Kommune als attraktiver Wohnort angesehen wird, und die Perspektive für die Entwicklung der Kommune durch Ansiedlung neuer Einwohner gut ist. In Gersfeld schlägt diese Freude oft in Frust um, denn die Stadt hat selbst keine Bauplätze mehr, die sie verkaufen könnte, und die vielen attraktiven Bauplätze, die es in Gersfeld sehr wohl noch gibt, sind in Privateigentum und wurden bislang nicht verkauft“, erklärt er.

Siedlungsentwicklung soll vorangetrieben werden

In der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten wurden die Aufstellungsbeschlüsse für drei Gebiete nach dem vereinfachten Verfahren beschlossen. Am Komberg, oberhalb des Frankenweges, auf der Wacht in der Nähe des ehemaligen Hallenbades Kaskade und östlich der Rhön-Klinik bei der Espenlaubstraße sollen kleinere Baugebiete ausgewiesen werden.

„In diesen drei Arealen wollen wir aktiv die Siedlungsentwicklung vorantreiben“, erklärt Korell. „Es sind attraktive Plätze mit tollen Aussichten.“

Einige Eigentümer würden verkaufen

Bislang habe Gersfeld Probleme mit der Ausweisung gehabt. Das habe mit der hügeligen Lage der Stadt zu tun, die die großflächige Ausweisung schwierig mache, zudem wollten viele Grundbesitzer nicht verkaufen.

Jetzt werde die Stadt aktiv, nachdem es positive Signale gegeben habe. Vorgespräche mit den Eigentümern seien schon geführt worden, sagt er. In den kommenden Wochen und Monaten soll weiter verhandelt werden. Einige seien zum Verkauf bereit. Wichtig sei es aber, zusammenhängende Flächen anbieten zu können. Nach den Ergebnissen der Verhandlungen will der Bürgermeister Mitte dieses Jahres entscheiden, wo gebaut werden kann.

Nachfrage nach Mietwohnungen

Die Nachfrage nach Grundstücken habe sich größtenteils auf die Kernstadt bezogen, weniger auf die Stadtteile, erklärt der Bürgermeister. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die gute Infrastruktur der Stadt mit Bahnanschluss, das Angebot aller Schulformen und die Einkaufsmöglichkeiten.

Nicht nur Eigenheime würden nachgefragt, auch für Mietwohnungen gebe es einen Markt, der nur selten befriedigt werden könne, erklärt Korell. Er weist darauf hin, dass sich im Ludwigsstift einiges tun würde, und er in Kontakt mit den neuen Eigentümern des ehemaligen evangelischen Seniorenwohnheims im Brembacher Weg steht. Der Rathauschef hofft, dass dort bald Wohnungen angeboten werden können.

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