Fotos: Michel Ickler

Gersfelder Kulturbahnhof: Korell will Aufwertung des Areals

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Gersfeld - Der Gersfelder Kulturbahnhof nimmt langsam Gestalt an. Im Sommer soll der erste Bauabschnitt fertiggestellt werden. Dort sollen Geschäfte und Wohnungen entstehen.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

„Derzeit laufen die Innenarbeiten“, erklärt der Gersfelder Architekt Carl-Jürgen Pillmann, der das Projekt von Investor Holger Schwarz plant und betreut. Danach folgen die Arbeiten an der Außenanlage und an der Fassade, damit das Gebäude attraktiv aussieht. „Wenn es das Wetter zulässt, dann soll das Haus im Laufe des Sommers bezugsfertig sein“, erklärt Pillmann zum Zeitplan.

Insgesamt fünf Wohnungen sind in den oberen Stockwerken geplant. Es seien weniger als vorgesehen, weil der Denkmalschutz auf einer Reduzierung bestanden habe, bedauert Pillmann. Dabei sei die Nachfrage nach Wohnungen in Gersfeld groß, weiß der Architekt.

Halle für kulturelle Veranstaltungen

Im Erdgeschoss sollen Läden untergebracht werden. Wie viele, und in welcher Form sie genutzt werden, das stehe noch nicht fest.

In einem zweiten Bauabschnitt soll eine Halle für kulturelle Veranstaltungen mit 160 bis 200 Plätzen entstehen. Die Planungen liegen derzeit bei der zuständigen Bauaufsicht. Pillmann geht davon aus, dass sie in Kürze genehmigt werden.

Sanierung des denkmalgeschützte Bahnhofsgebäudes

„Wir freuen uns, dass das Bahnhofsareal aufgewertet wird“, sagt Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU). Daher begrüße die Stadt den Vorstoß der Gersfelder MareLand GmbH, die den Kulturbahnhof baue. Gleichzeitig kritisierte Korell die Bahn. Sie lasse Bahnsteig und Gleisanlage verkommen. „Das sieht schlimm aus und ist für die vielen Gäste, die mit der Bahn in die Rhönstadt kommen, kein schöner Anblick und für die Stadt alles andere als attraktiv“, sagt Korell.

Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude, das im Jahr 1888 zur Eröffnung der Eisenbahnstrecke Gersfeld–Fulda gebaut worden war, soll in einem dritten Bauabschnitt saniert werden, erklärt der Architekt. „Das wird der schwierigste Teil des Projekts“. Denn das Gebäude befinde sich in einem verkommenen Zustand. Da, wo früher Fahrkarten verkauft wurden, sollen im Untergeschoss laut Pillmann öffentliche Toiletten entstehen und touristische Informationen über die Rhön und Gersfeld ausliegen. In den oberen Stockwerken sind Büroräume geplant.

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