Foto: Sebastian Kircher

Glasfaser an allen Schulen im Landkreis Fulda bis 2021

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Landkreis Fulda - Alle Schulen im Landkreis Fulda sollen Glasfaser erhalten. Der Startschuss für dieses anspruchsvolle Ziel wurde am Montagmorgen in der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld gegeben. Insgesamt investieren Land, Bund und Landkreis 20 Millionen Euro für das Projekt.

Es ist ein symbolträchtiger Ort für den Spatenstich: Die Konrad-Zuse-Schule, benannt nach dem Erfinder des Computers, wird noch dieses Jahr ans Glasfasernetz angebunden sein. „Er würde sagen: Das ist ein wichtiger Schritt, macht weiter“, zeigte sich Landrat Bernd Woide (CDU) überzeugt. Mit dem Spatenstich sollen nun 61 weitere Schulen im Landkreis Fulda mit schnellerem Internet versorgt werden. „Gerade für unsere ländlich geprägte Region mit vielen beruflichen Schulen ist das wichtig“, betonte Woide.

„Digitalausbau gehört zur Infrastruktur“

Das unterstrich Digitalministerin Professor Dr. Kristina Sinemus (parteilos): „Digitalausbau gehört zur Infrastruktur.“ Auch deshalb sei das Hessische Digitalministerium ins Leben gerufen worden. Breitband-Anschluss sei heute in allen Berufsbildern Thema, entsprechend wichtig sei es, die Schulen damit zu versorgen. Dies solle, so die Ministerin, „möglichst schnell“ passieren.

Susanne Diegelmann, Leiterin der Schule mit etwa 1300 Schülern und 90 Lehrern, erklärte: Die Anbindung ans schnelle Internet mache Bildung und Ausbildung individueller. Über eine geplante Schul-Cloud etwa könnten sich die Schüler Lerninhalte auch in ihrer Freizeit besorgen. Das Angebot an der Zuse-Schule sei sehr vielfältig: Es gebe einen großen Bereich Sozialwesen, aber auch Fachoberschul-Klasse, angehende Handwerker und Informatik-Klassen. Letztere kooperieren bereits mit der Hochschule Fulda. „Unsere Vision ist ein Zuse-Campus“, sagte Diegelmann. Dort sollen sogenannte Smart-Services angeboten werden, auch die virtuelle Teilnahme an Lesungen sei eine Idee. „Grundvoraussetzung ist aber die Anbindung ans Glasfasernetz.“

Insgesamt kostet die Umsetzung 20 Millionen Euro, von denen der Bund 11,4 Millionen, der Landkreis 5 Millionen und das Land den Rest trägt. Bis 2021 sollen alle Schulen versorgt sein. / kir

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