Fotos: Alina Hoßfeld

Gottesdienst zum Geburtstag: Zahlreiche Glückwünsche für Bischof Gerber

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Fuldas Bischof Dr. Michael Gerber wurde gestern 50 Jahre alt. Am Mittwochmorgen wurde sein Geburtstag im Rahmen eines Gottesdienstes im Dom gefeiert – mit zahlreichen Gästen, die dem Oberhirten gratulieren wollten.

Von unserem Redaktionsmitglied Alina Hoßfeld

Bereits 30 Minuten vor Gottesdienstbeginn waren die Bänke im Dom gut gefüllt. Zahlreiche Menschen waren gekommen, um den 50. Geburtstag gemeinsam mit dem Bischof zu feiern. Er betonte zu Beginn: „Es ist ein Tag, an dem mir bewusst wird, wie viele Menschen den Weg der vergangenen zehn Monate geprägt haben und mit mir gegangen sind.“ Es sei ihm eine Freude, das Bistum Fulda mitgestalten zu können.

In seiner Predigt ging er auf eine alte Sage aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges ein. In dieser zieht ein junger Mann durch die Gegend von Sasbachwalden (Schwarzwald). Er sieht überall zerstörte Dörfer und trifft keinen Menschen an. Als er in seiner Heimat ankommt, sind überall Trümmer – doch mittendrin: Menschen. Der junge Mann dankte daraufhin Gott und rief: „Der alte Gott lebt noch.“

Trümmer in Gesellschaft und Kirche

Dies könne man auch auf die heutige Gesellschaft beziehen, erklärte Gerber. „Es gibt Trümmer in der Gesellschaft und in der Kirche. Es ist wichtig, diese ernst zu nehmen. Doch reicht ein einseitiger Blick auf die Trümmer?“

Diese Frage beantwortete der Bischof mit der Lesung aus dem Ersten Buch Samuel. Samuel ist Schüler am Tempel in Jerusalem und hat viele Trümmer in seinem Leben. Doch durch seinen Lehrer Eli bekommt er die Augen geöffnet und schaut nicht mehr nur auf die Trümmer. „Sein Lehrer zeigte ihm, dass die Lampe des Herren noch nicht erloschen ist. Er hat ihn aufmerksam gemacht, dass dieses Licht für die Gegenwart des handelnden Gottes steht.“

Sternsinger als Beispiel

Solche „Eli-Netzwerke“, wo sich die Menschen gegenseitig auf das Licht Gottes aufmerksam machen, brauche es auch heute. Ein Beispiel seien die Sternsinger, die für das Bistum Fulda nach Berlin gefahren sind. „Sie waren motiviert, die Botschaft in die Welt zu bringen, und haben sogar bei der Anreise im Zug gesungen und Spenden gesammelt“, erzählte der Bischof.

Der Text von Samuel im Tempel begleitet den Bischof schon sein ganzes Leben lang, berichtet er: „Nach dem Abschluss meines Studiums der Theologie habe ich mich gefragt, ob das Priester-Dasein etwas für mich ist. Ich habe diese Bibelstelle genau betrachtet, nähergebracht bekommen und mich dann dazu entschlossen, Diakon zu werden. Das war eine Entscheidung, die ich noch keinen Tag in meinem Leben bereut habe.“

Nach dem Gottesdienst bekam Gerber zahlreiche Glückwünsche von den Besuchern des Gottesdienstes.

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