Großenlüders Bürgermeister Florian Fritzsch sitzt an seinem neuen Schreibtisch.
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An seinem neuen Arbeitsplatz im Großenlüderner Rathaus fühlt sich Bürgermeister Florian Fritzsch sichtlich wohl.

Viele Aufgaben

Erster Arbeitstag für Bürgermeister Florian Fritzsch in Großenlüder: „Endlich geht es los“

  • Marcus Lotz
    vonMarcus Lotz
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Lange musste er sich nach seinem Wahlsieg im November gedulden, Dienstag war es dann endlich so weit: Bürgermeister Florian Fritzsch (SPD) beging seinen ersten Arbeitstag als neues Gemeindeoberhaupt von Großenlüder.

Großenlüder - Eigentlich wurde Fritzsch erst am Dienstag im Rathaus erwartet. Zuvor war er jedoch nicht als Bürgermeister, sondern als Osterhase unterwegs: Da die offizielle Amtsübergabe bereits einige Tage zuvor durchgeführt worden war, nutzte Großenlüders neuer Bürgermeister, der im März vereidigt wurde, die Gelegenheit – A und seine Schlüsselgewalt, die er von Amtsvorgänger Werner Dietrich erhalten hatte –, um den Mitarbeitenden bereits am Mittwoch eine kleine Osterüberraschung in die Büros zu stellen.

Auch am Ostermontag war Fritzsch bereits drei Stunden in seinem Büro – „um hier ein paar Sachen zu deponieren, zu schauen, ob der PC läuft und schon die erste Pressenotiz zu verfassen“.

Großenlüder: Erster Arbeitstag für Bürgermeister Florian Fritzsch

Ganz offiziell ging es schließlich am Dienstag um 7.45 Uhr los. Seinen Arbeitsweg bewältigte der Großenlüderer, der bisher in seiner Tätigkeit als Verwaltungswirt ins Rhein-Main-Gebiet pendelte, mit dem Fahrrad. „Seitdem bin ich mehr oder weniger pausenlos im Einsatz. Ich habe jede Menge E-Mails und Unterschriftenmappen auf meinem Schreibtisch.“ Von den Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung fühlt er sich dabei tatkräftig unterstützt: „Alle sind sehr, sehr hilfsbereit, nehmen mir keine Frage krumm und versuchen, mich bestmöglich zu informieren.“

Auch hier hatte Fritzsch in den vergangenen Wochen bereits intensive Vorarbeit geleistet, unter anderem während einer Tour durch das Gemeindegebiet und durch die Unterstützung seines Vorgängers Werner Dietrich. „Das hat mir den Start enorm erleichtert.“

Hohes Arbeitspensum für Bürgermeister Florian Fritzsch in Großenlüder

Die Vorbereitungsphase war gleichzeitig eine Kennenlernphase, sodass der coronabedingte Wegfall einer offiziellen Begrüßungsveranstaltung nicht weiter ins Gewicht fiel. „Trotzdem habe ich heute zwischendurch immer mal versucht, die Büros abzuklappern und dabei immerhin einen Großteil geschafft.“

Sehr gefreut habe er sich über zahlreiche Anrufe und Nachrichten auf dem Handy, über die ihm ein guter Start gewünscht worden sei. Persönliche Glückwünsche gab es auch, etwa von der Leitung des katholischen Kindergartens und den Kollegen des Hauptamts. „Das hat das Ankommen noch mal schöner gemacht.“

Bürgermeister Fritzsch freut sich auf „unglaublich vielfältige Themen“

„Rundum zufrieden“ ist Fritzsch mit seinem Büro. „Meine Frau kam rein und meinte: ,Das ist ja ein kleiner Ballsaal.‘“ Lediglich auf einen zweiten Bildschirm habe der Rathauschef bestanden. Und auch bei den noch recht kahlen Wänden möchte Fritzsch aktiv werden. „Ich habe mir sagen lassen, dass wir eine rege Malerszene in Großenlüder haben. Auf die werde ich eventuell zurückgreifen.“

Bis dahin scheint Fritzsch bereits ganz in seinem Element: Mappen sichten, E-Mails beantworten, Telefonate führen. Auf das von Anfang an hohe Arbeitspensum habe ihn der neue Kalbacher Rathauschef Mark Bagus, der im November die Bürgermeisterwahl gewonnen hatte, bereits hingewiesen: „Ich hatte im Februar mit Bürgermeister Mark Bagus Kontakt. Der sagte mir schon: Es gibt keine Phasen, in denen man Zeit hat, Löcher in die Luft zu starren. Das ist tatsächlich so.“

Nichtsdestotrotz sei er hoch motiviert: „Die Themen sind unglaublich vielfältig. Das macht die Arbeit total spannend und extrem herausfordernd.“ Tatendrang klingt auch mit, als die Antwort auf die Frage, was das Beste an seinem ersten Arbeitstag gewesen sei, wie aus der Pistole geschossen kommt: „Dass es endlich losgeht.“

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