Das Rathaus der Gemeinde Großénlüder.
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Wer will hier regieren? In Großenlüder wird in diesem Jahr gewählt.

Im November wird abgestimmt

Wahl in Großenlüder: Gibt es einen Zweikampf ums Rathaus?

  • Volker Nies
    vonVolker Nies
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Die Bürger von Großenlüder wählen am 15. November einen neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Werner Dietrich (UBL) tritt nicht mehr an. Es spricht viel dafür, dass sich am Wahltag im November zwei Kandidaten von CDU und SPD gegenüberstehen werden.

Großenlüder - Seit der Ankündigung Werner Dietrichs von Anfang März, nach fast zwölf Jahren im Amt nicht mehr anzutreten, dreht sich bei den Fraktionen von CDU, SPD und UBL das Kandidatenkarussell. Noch vor dem Ende der Sommerferien dürfte zumindest klar sein, wen die drei Listen ins Rennen schicken. Kandidaten können bis 7. September ihre Bewerbungsunterlagen einreichen.

Die CDU will bereits in der kommenden Woche ihren Kandidaten präsentieren. „Wir sind uns einig, dass wir eine Bewerberin oder einen Bewerber ins Rennen schicken werden“, berichtet Norbert Mengel, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Großenlüder. Er habe mit mehreren Interessenten über eine Kandidatur gesprochen – mit Bewerbern aus Großenlüder und von außen.

Bürgermeisterwahl in Großenlüder: CDU will Kandidat präsentieren

Der Parteivorstand habe sich mit der Kandidatenfrage befasst und einen der Bewerber vorgeschlagen. „In der nächsten Woche ist die Bürgermeisterwahl Thema einer Mitgliederversammlung. Danach werden wir unsere Kandidatin oder unseren Kandidaten präsentieren“, kündigt der CDU-Vorsitzende an.

Einen Bewerber aufstellen oder unterstützen, das will auch die Großenlüderer SPD. „Es ist immer gut, wenn der Bürger bei einer Bürgermeisterwahl eine Auswahl hat“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Florian Fritzsch. „Innerhalb der Partei sind wir mitten in der Diskussion. Unsere Debatte ist noch nicht abgeschlossen, aber unser Ziel ist es, dass es am 15. November eine Bewerberin oder einen Bewerber aus dem sozialdemokratischen Lager gibt“, sagt Fritzsch.

Bürgermeisterwahl in Großenlüder: SPD ohne Zeitdruck

Die SPD wolle in drei Wochen öffentlich machen, mit welchem Personal sie bei der Wahl antrete. „Wir haben keinen Zeitdruck. Es hat sich bislang noch keine Gruppierung geäußert, und bis zum Bewerbungsschluss im September ist noch Zeit“, äußert der SPD-Fraktionsvorsitzende.

„Wir haben Gespräche mit mehreren möglichen Bewerbern geführt. Einen heißen Kandidaten haben wir aber noch nicht“, räumt UBL-Fraktionschef Manfred Ebert ein. „Ich schließe nicht aus, dass die UBL eine Bewerberin oder einen Bewerber aufstellt, aber das werden wir nur dann tun, wenn wir Erfolgsaussichten haben“, sagt Ebert.

Unter dem Strich sei es derzeit eher unwahrscheinlich, dass die UBL einen eigenen Bewerber aufstellt. Er habe Signale aus der CDU und der SPD erhalten, dass beide Parteien bei der Bürgermeisterwahl antreten wollen. „Wir schauen uns an, wen die beiden Parteien nominieren. Dann werden wir überlegen, ob wir als UBL eine Wahlempfehlung geben“, sagt der UBL-Fraktionschef.

Ein strittiges Thema, das auch den neuen Rathauschef oder die neue Rathauschefin beschäftigen wird: Der Streit um das ZKW Otterbein.

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