Florian Fritzsch will Bürgermeister in Großenlüder werden.
+
Florian Fritzsch will Bürgermeister in Großenlüder werden.

Zweiter Kandidat

Florian Fritzsch will in Großenlüder Bürgermeister werden

Zweiter Bürgermeisterkandidat in Großenlüder: Nach Marco Herbert (CDU) bewirbt sich auch SPD-Fraktionschef Florian Fritzsch, der als parteiunabhängiger Kandidat antritt, um die Nachfolge von Rathauschef Werner Dietrich (UBL).

  • Zweiter Kandidat: Florian Fritzsch will Bürgermeister von Großenlüder werden
  • Die CDU hatte bereits Marco Herbert als Bewerber nominiert
  • Fritzsch ist Fraktionsvorsitzender der SPD in der Gemeindevertretung und Chef des Ortsvereins

Großenlüder - Seit Mittwochabend steht fest: Auch Florian Fritzsch will Bürgermeister von Großenlüder werden. Auch er bewirbt sich um die Nachfolge von Werner Dietrich, der bei der Bürgermeisterwahl nicht mehr antritt. Die CDU - das stand bereits fest - schickt Marco Herbert ins Rennen. Fritzsch tritt als parteiunabhängiger Kandidat an und wurde von der SPD einstimmig nominiert.

Bei der Vorstellung des Kandidaten im Lüderhaus vor rund 40 Gästen machte der stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Günter Schlitzer deutlich: „Wir mussten gar nicht intensiv auf die Suche gehen, denn wir haben den geeigneten Mann in unseren eigenen Reihen.“ Persönlichkeit, berufliche Qualifikation und kommunalpolitische Erfahrung machten Fritzsch zum „Kandidaten der Güteklasse 1a“, betonte Schlitzer.

Florian Fritzsch, Vorsitzender der SPD-Fraktion in Großenlüder, will Bürgermeister werden

Ähnlich lobend äußerte sich Silvia Hillenbrand, ehemalige SPD-Bürgermeisterin von Großenlüder: „Florian Fritzsch kann Bürgermeister“, sagte sie, weil er Leidenschaft, fachliche und soziale Kompetenz mitbringe und Visionen habe. Fritzsch hat unter anderem umfangreiche kommunalpolitische Erfahrung als Fraktionsvorsitzender, Ortsbeiratsmitglied und einstiger Stadtverordneter und hat berufliche Erfahrung in der Frankfurter Stadtverwaltung.

Welche Ziele der dreifache Familienvater für seinen Heimatort hat, arbeitete er in einem Vortrag heraus: Neben der Fortführung der von Amtsinhaber Werner Dietrich (UBL) angestoßenen Projekten will er unter anderem mit den Bürgern ein Leitbild für die Gemeinde erstellen, die Digitalisierung vorantreiben und „mehr Grün wagen“, kündigte Fritzsch an.

Dazu wolle er das gemeindliche Klimaschutzkonzept weiterentwickeln, einen Masterplan Klimaneutralität erarbeiten, einen Klimaschutzbeauftragten ernennen sowie erneuerbare Energien ausbauen. Ferner will er bei der Mobilität Akzente setzen, indem die Attraktivität der Bahnhöfe verbessert sowie Fuß- und Radwege ausgebaut werden. Fritzsch machte dabei deutlich, dass sein Wahlprogramm nicht starr ist, sondern mit den Bürgern gemeinsam weiterentwickelt und verwirklicht werden soll: „Erfolge brauchen Dialog“, erklärte der Kandidat.

Fritzsch will in Großenlüder „mehr Grün wagen“

Mit Blick auf das aktuell wohl brennendste Thema – die geplante Erweiterung des Steinbruchs der Zement- und Kalkwerke (ZKW) Otterbein in Müs – sagte Fritzsch, dass „ein Riss in der Gemeinde und besonders in Müs entstanden“ sei. Er wolle den Ort wieder zusammenführen. Dafür sei es unerlässlich, dass die ZKW-Geschäftsleitung zeitnah für Verbesserungen bei den Lärm- und Schadstoffemissionen sorge und so Vertrauen in der Bevölkerung aufbaue. „Eine Verschlechterung der Lebensgrundlagen der Bürger werde ich nicht hinnehmen.“

Florian Fritzsch ist Jahrgang 1982. Sein Vater Falko war 24 Jahre lang hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Schlüchtern. „Sozialer Zusammenhalt, gegenseitiger Respekt und bürgerliches Engagement waren in unserer Familie die wesentlichen Leitlinien“, sagt Fritzsch.

Seit seinem 18. Lebensjahr engagiert sich Fritzsch in den Bereichen Kommunalpolitik und Sport. Von 2006 bis 2011 war er SPD-Stadtverordneter in Schlüchtern, von 2008 bis 2015 war er als aktiver Fußballer gleichzeitig Vorsitzender des Sportvereins Germania Herolz. Im Sportverein Großenlüder kümmert sich Fritzsch gegenwärtig um den Förderkreis. In der aktuellen Wahlperiode ist er Mitglied im Ortsbeirat Großenlüder und stellvertretender Ortsvorsteher. In der Gemeindevertretung ist er Fraktionsvorsitzender der SPD, deren Ortsverein er auch führt.

Nach dem Abitur am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Schlüchtern absolvierte er seinen Zivildienst beim Behinderten-Werk Main-Kinzig. „Das war eine Zeit, in der ich Familien mit körperlich oder geistig behinderten Kindern unterstützt habe. Hier habe ich viel gelernt, diese Zeit möchte ich nicht missen“, sagt Fritzsch.

Vater Falko Fritzsch war 24 Jahre lang Bürgermeister von Schlüchtern

Sein duales Studium bei der Stadt Frankfurt schloss er im Jahr 2005 als Diplom-Verwaltungswirt ab. Berufliche Erfahrung sammelte er zunächst beim Ordnungs- und Straßenverkehrsamt. Seit Mitte 2008 arbeitet er im Büro der Stadtverordnetenversammlung überparteilich mit den in städtische Gremien gewählten Mitgliedern sowie den Fraktionen beziehungsweise Parteien zusammen.

Gemeinsam mit seiner Frau Silke fasste er 2011 den Entschluss, in ihren Geburtsort Großenlüder zu ziehen, der seit 2013 zur gemeinsamen Heimat geworden ist. „Hier fühle ich mich dank meines sozialen Umfeldes pudelwohl. Ich mag die Menschen und die Landschaft in und um Großenlüder sehr“, sagt Florian Fritzsch. Die Familie ist mit den Kindern Bruno (6), Ella (5) und Clara (3) komplett.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema