Marco Herbert will im November zum neuen Chef im Großenlüderer Rathaus gewählt werden.
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Marco Herbert will im November zum neuen Chef im Großenlüderer Rathaus gewählt werden.

Für die Wahl im November

Marco Herbert ist Bürgermeisterkandidat der CDU-Großenlüder

  • Volker Nies
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Die Großenlüderer CDU tritt bei der Bürgermeisterwahl am 15. November mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Marco Herbert (41) an. Die Mitgliederversammlung der Union hat den Dezernenten im Regierungspräsidium Kassel am Dienstagabend mit 95 Prozent Ja-Stimmen nominiert.

  • Die CDU-Mitgliederversammlung hat am Dienstagabend ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert.
  • Marco Herbert (41) soll für die CDU in der für den November geplanten Wahl antreten.
  • Herbert ist aktuell Dezernent im Regierungspräsidium Kassel.

Großenlüder - „Wir sind froh, dass wir mit einem solchen guten Kandidaten in die Wahl gehen können“, sagt CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Norbert Mengel. „Marco Herbert kombiniert hohe fachliche Kompetenz in Verwaltungsdingen mit hoher sozialer Kompetenz: Er geht auf die Menschen offen zu und kann sie für etwas gewinnen.“

Seit 16 Jahren lebt Herbert in Großenlüder. „Ich habe Lust, in Großenlüder etwas zu gestalten“, erklärt der 41-Jährige. „Ich fühle mich in der Kommunalpolitik wohl. Die Arbeit für die Gemeinde und die Menschen liegt mir am Herzen.“ Vor fünf Jahren fand Herbert den Weg in die Kommunalpolitik und wurde nach der Kommunalwahl 2016 gleich Fraktionschef der CDU in der Gemeindevertretung

Neuer CDU-Bürgermeisterkandidat Marco Herbert: Kommunalpolitik in Großenlüder gestalten

„In der Kommunalpolitik fühle ich mich ebenso wohl wie in der Verwaltung. Mein Wunsch, bei einer Bürgermeisterwahl anzutreten, um meine Gemeinde zu gestalten und voranzubringen, ist im Laufe der Jahre gewachsen.“ Gegen Amtsinhaber Werner Dietrich (UBL) wäre Herbert aber nicht angetreten.

Der Bürgermeister hatte im März erklärt, dass er nicht wieder antritt. „Werner Dietrich macht einen tollen Job“, sagt Herbert. Vieles, was Dietrich angestoßen habe, wolle er fortsetzen. „Aber es geht um mehr als um ein Weiter-so.“

Marco Herbert zum Steinbruch-Streit: „Die Gesundheit der Bürger hat im Zweifel Vorrang.“

Als wichtigstes Ziel hat sich Herbert vorgenommen, die Kommunikation zwischen Bürgern und Gemeindeverwaltung stärken. Im Regierungspräsidium hat er zudem die Digitalisierung vorangetrieben. Würde er gewählt, will er die Verwaltungsdienstleistungen des Rathauses digitalisieren. Die Stärkung der Regionalität sowie des Ehrenamts liegen Herbert ebenfalls am Herzen.

Zur Person

Marco Herbert (41) ist auf einem Bauernhof im Fuldaer Stadtteil Zirkenbach aufgewachsen. Sein Urgroßvater und sein Großvater waren Bürgermeister in Zirkenbach.

Nach der Mittleren Reife am Marianum absolvierte er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten beim Forstamt Fulda. Er wechselte 1998 in die Forstabteilung des Regierungspräsidiums (RP) Kassel und arbeitete – nach dem Zivildienst in der Jugendherberge Fulda – ab 2003 im ersten großen Digitalisierungsprojekt des RP. Berufsbegleitend erwarb er die Qualifikation zum Verwaltungsfachwirt. Während der Flüchtlingskrise 2015 leitete er die Verwaltung der Erstaufnahmeeinrichtung im Max-Bahr-Baumarkt in Fulda.

2016 wurde er Digitalisierungsbeauftragter des RP. 2018 leitete er das Projekt zur hessenweiten Einführung einer elektronischen Ausländerakte.

Seit März 2020 ist er Dezernent im RP-Organisationsdezernat, Leiter des Projekts „Corona-Soforthilfe“ und seit Mai parallel „Leiter der Stabsstelle Corona / Koordinierung Verwaltungsabläufe” im Innenministerium.

Marco Herbert ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter zwischen 7 und 13 Jahren.

In Streit um die Steinbruch-Erweiterung der ZKW Otterbein ist für den CDU-Bewerber klar: „Die Gemeinde hat auch eine Verantwortung für das Unternehmen, aber die Gesundheit der Bürger hat im Zweifel Vorrang. Es muss auch im Interesse der ZKW sein, die Belastung der Bürger zu minimieren.“

Neben Marco Herbert (CDU) bewirbt sich auch SPD-Fraktionschef Florian Fritzsch, der als parteiunabhängiger Kandidat antritt, um die Nachfolge von Rathauschef Werner Dietrich (UBL).

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