In der Gemeindevertretersitzung ernannte Bürgermeister Werner Dietrich Florian Fritzsch zum neuen Rathauschef.
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In der Gemeindevertretersitzung ernannte Bürgermeister Werner Dietrich Florian Fritzsch zum neuen Rathauschef.

Vorgänger verabschiedet

Stabwechsel im Rathaus: Großenlüders neuer Bürgermeister Florian Fritzsch vereidigt

  • Norman Zellmer
    vonNorman Zellmer
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Staffelstabübergabe im Lüderhaus: Nach zwölf Jahren ist Großenlüderers Bürgermeister Werner Dietrich (UBL) verabschiedet worden. Gleichzeitig wurde sein Nachfolger Florian Fritzsch (parteiunabhängig) vereidigt. 

Großenlüder - Der Generationswechsel fand innerhalb einer öffentlichen Gemeindevertretersitzung im Saal des Lüderhauses statt und wurde von knapp einem Dutzend Zuschauern verfolgt - Anstoßen mit Sekt, Händeschütteln und Gesprächen im Anschluss inklusive.

Mit stehenden Ovationen und kraftvollem Applaus wurde der langjährige Rathauschef in den Ruhestand verabschiedet. Nach zwei Wahlzeiten als Bürgermeister der Gemeinde an der Lüder war Dietrich nicht mehr für dieses Amt angetreten. Mit Lobes- und Dankesworten wurde der 59-Jährige bedacht. Erste Beigeordnete Anita Pecka (UBL) lobte ihn für seine engagierte Arbeit für die Bürger in einer „großen und stetig wachsenden Gemeinde“ und zählte eine lange Liste von geplanten und umgesetzten Bauprojekten und Maßnahmen auf. Sie nannte Neubauten und Modernisierungen der Kindergärten und Trinkwasserkonzept, Haushaltskonsolidierung und Schuldenabbau, Digitalisierung, neue Baugebiete, Bewegungs- und St.-Georg-Park sowie Vereinsförderung und Brandschutz. „Die Gemeinde hat sich während deiner Amtszeit sehr gut entwickelt - somit kannst du sie besser an deinen Nachfolger übergeben als du sie übernommen hast“, sagte Pecka.

Großenlüder: Stabwechsel im Rathaus - Neuer Bürgermeister Florian Fritzsch vereidigt

Ähnlich äußerte sich die scheidende Vorsitzende der Gemeindevertretung, Martina Büchsel (UBL): Sie dankte Dietrich für „zwölf Jahre intensivsten Einsatz“ und auch für „das Aushalten und Durchhalten in Situationen, die nicht immer so ganz fair waren“. Das Feld sei gut bestellt. (Lesen Sie hier: Eiterfeld: Bürgermeister Hermann-Josef Scheich spielt mit Elektrobus Chauffeur für Kita-Kinder).

Gleichzeitig wurde der neue Bürgermeister in sein Amt eingeführt, erhielt die Ernennungsurkunde vom Amtsvorgänger und wurde von Büchsel auf sein Amt vereidigt. Dass der Beginn einer neuen Wahlperiode der Gemeindevertretung - Mitte März fanden Kommunalwahlen statt - mit der Amtseinführung des Bürgermeisters zusammenfällt, gilt als seltene Begebenheit. Fritzsch, bislang SPD-Fraktionschef in der Gemeindevertretung, war im vergangenen November als parteiunabhängiger Kandidat bei der Bürgermeisterwahl angetreten und hatte sich gegen den CDU-Fraktionschef mit 55,2 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Vorgänger Dietrich sagte Richtung Vorstand und Gemeindevertretung, dass es ihm eine „Ehre war, mit ihnen zusammenarbeiten zu dürfen“ und kündigte an, dass Fritzsch die Dynamik der Gemeinde weiterführen werde.

Anita Pecka: Die Gemeinde hat sich während deiner Amtszeit sehr gut entwickelt

Dieser nutzte seine Rede zur Amtseinführung, um sich bei den Wählern für das Vertrauen und bei seinem Mitbewerber für den fairen Wahlkampf zu bedanken, allen Fraktionen der Gemeindevertretung eine vertrauensvolle Zusammenarbeit anzubieten und einen Ausblick auf seine zukünftige Politik zu wagen. Fritzsch will an das Wirken des Vorgängers anknüpfen und angestoßene Projekte - etwa das Trinkwasser- und E-Mobilitätskonzept sowie das Fest zum Ortsjubiläum 2022 - und die Unterstützung des Ehrenamtes fortführen sowie zeitnah ein Budget für Ortsbeiräte einführen, das diese frei verwenden dürfen, sowie Akzente bei den Themen gemeindliches Leitbild, Digitalisierung der Verwaltung und Klimaschutz setzen. Dabei geht es ihm etwa um den Ausbau der Solarenergie in der Kommune, eine Verkehrswende vor Ort, den Ausbau des Regionalmarketings und eine lebenswerte Gestaltung der Gemeinde.

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