Eine tote Frau ist in ihrem Haus in Großenlüder aufgefunden worden.
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Eine tote Frau ist in ihrem Haus in Großenlüder aufgefunden worden.

Tragödie in Großenlüder

Frau (67) tot aufgefunden, Ehemann (69) stirbt im Klinikum: Ermittler gehen von Unglück aus

Tragödie in Großenlüder: Nachdem am Freitagmittag eine 67 Jahre alte Frau tot in ihrem Haus aufgefunden worden war, ist auch ihr Ehemann am Freitagabend im Klinikum Fulda verstorben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Unglück aus. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nicht.

  • In Großenlüder ist eine 67 Jahre alte Frau tot in ihrem Haus aufgefunden worden
  • Auch ihr 69 Jahre alter Mann kam ums Leben - er starb im Klinikum Fulda
  • Die Staatsanwaltschaft geht von Unglücksfällen aus

Update vom 10. August, 11.05 Uhr: Die Staatsanwaltschaft hat nach der Obduktion keine Anhaltspunkte auf ein Fremdverschulden. Das heißt: Eine Gewalttat können die Ermittler ausschließen. Vielmehr deuten die Ermittlungsergebnisse auf eine Tragödie hin.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, hat die 67 Jahre alte Frau - vermutlich am Donnerstag gegen 9 Uhr - einen „medizinischen Notfall“ erlitten. Sie war allein zu Hause und starb.

Als der Mann am selben Tag gegen 17 Uhr in das Wohnhaus auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in Großenlüder zurückkehrte, fand er seine tote Ehefrau. „Danach dürfte es zu einem Sturzgeschehen gekommen sein, aufgrund dessen er in eine hilflose Lage geriet und schließlich nach Verbringung in das Krankenhaus am Abend des Folgetages verstarb“, heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Weitere toxikologische und histologische Untersuchungsergebnisse durch die Rechtsmedizin Gießen müssten abgewartet werden. „Vorläufig wird seitens der Ermittlungsbehörden von zwei zeitlich verbundenen Unglücksfällen ausgegangen“, so die Staatsanwaltschaft.

Polizeieinsatz in Großenlüder: Obduktion am Samstag soll Klarheit bringen

Update vom 8. August, 12.40 Uhr: Der 69-jährige Ehemann der tot in Großenlüder aufgefunden Frau ist nun ebenfalls verstorben. Das bestätigt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen auf Nachfrage unserer Zeitung.

Der Mann, der zunächst verletzt in dem Haus aufgefunden worden war, sei am Freitagabend im Klinikum Fulda seinen Verletzungen erlegen. Um welche Verletzungen es sich handelt, ist noch unklar. Eine Obduktion, die für Samstag angeordnet wurde, soll die Todesursache klären.

Update, 16.55 Uhr: Die genaue Todesursache der Frau ist nach Angaben der Polizei „derzeit noch unklar und Bestandteil der Ermittlungen“. Zur Klärung der Todesursache hat die Staatsanwaltschaft Fulda eine Obduktion angeordnet. Diese soll am Samstag erfolgen. Weitere Auskünfte wollen die Ermittler am Montag erteilen. Neben Polizeikräften war auch eine Staatsanwältin in Großenlüder vor Ort. Das Einsatzgeschehen ist weiträumig abgesperrt.

Die Polizei war am Vormittag alarmiert worden. Beim Betreten des Hauses fanden die Einsatzkräfte die 67-Jährige nur noch leblos auf. Ihr 69 Jahre alter Ehemann war schwer verletzt und nicht ansprechbar. Der 69-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er konnte bislang noch nicht zum Sachverhalt befragt werden.

Erstmeldung von 14.55 Uhr:

Großenlüder - Der Mann, dessen Ehefrau im gemeinsamen Haus in Großenlüder tot aufgefunden wurde, befindet sich laut Polizei aktuell in ärztlicher Behandlung.

„Die Hintergründe sind noch völlig unklar“, teilt Polizeisprecher Dominik Möller auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Es gebe noch keine konkreten Hinweise, weshalb in alle Richtung ermittelt werde. (lio)

Sobald uns weitere Informationen vorliegen, wird dieser Artikel aktualisiert.

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