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Großes Interesse beim Fest der Erzeugerschlachthof Kurhessen AG

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Zu dem Tag der offenen Tür im Fuldaer Schlachthof strömten am Sonntag hunderte Besucher. Die Erzeugerschlachthof Kurhessen AG, seit 1. Juli neuer Betreiber des Schlachthofs, stellte dabei ihr Projekt vor.

Von unserem Redaktionsmitglied Sebastian Kircher

So viel war am Schlachthof wohl noch nie los: Hunderte Besucher tummelten sich auf dem Gelände. „Das ist Wahnsinn. Die große Resonanz macht uns glücklich“, sagt Sven Euen, Leiter des Erzeugerschlachthofs Kurhessen. Zwischenzeitlich gingen die Brötchen und Würstchen aus und es musste sich um Nachschub gekümmert werden. Wer sich bei einer Führung die Räume genauer ansehen wollte, musste lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Dabei sah es lange Zeit nicht gut aus für die Einrichtung in der Fuldaer Kruppstraße. Als Unternehmer Wolfgang Gutberlet Ende 2016 die KFF verkaufte, hatte er keine Verwendung mehr für den Schlachthof, der vor der Schließung stand. Die Landwirtschaftliche Vieh- und Fleischvermarktung Fulda-Hünfeld (LVF) sprang als Pächter ein. Zwei Jahre lang hielt die LVF den Schlachthof am Laufen.

Schlachtung von Schafen und Ziegen soll ermöglicht werden

In der Aktiengesellschaft, die seit dem 1. Juli den Schlachthof führt, sind 120 Aktionäre versammelt – Bauern, Bürger, Verbände, Metzger, Einzelhändler und auch die Stadt Fulda. „Der Wechsel von der LVF auf uns ist reibungslos gelaufen“, sagt Geschäftsführer Euen. Sein erstes Ziel sei nun, die Schlachtzahlen zu steigern. „Derzeit werden hier 1000 Schweine und 100 Rinder pro Woche geschlachtet. Bis Ende des Jahres streben wir 1200 Schweine an. Optimal wären 1800 Schweine und 120 Rinder – das wollen wir in anderthalb bis zwei Jahren erreichen“, kündigt Euen an.

Dazu heißt es nun: Klinken putzen. „Wir müssen Landwirte, Metzger und Einzelhändler überzeugen, bei uns zu schlachten. Regionalität liegt im Trend – davon können wir profitieren“, ist er überzeugt. Ab Herbst soll es zudem möglich sein, in Fulda Schafe und Ziegen zu schlachten. Auch baulich wird sich etwas am Schlachthof tun. Derzeit plant die AG mit der RhönEnergie die Errichtung eines Blockheizkraftwerks. Auch über Solarzellen wird nachgedacht.

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