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Großstadt-Diskussion: Fulda setzt auf Dialog und Runden Tisch

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - In der Diskussion um eine mögliche Großstadt setzen die Verantwortlichen in Fulda auf Sachlichkeit und Dialog. Das Ziel der Stadtpolitik: ein Runder Tisch mit allen Fraktionsvorsitzenden aus den vier Kommunen.

Kurz vor dem Beginn der Etatberatungen in Fulda war die Debatte um einen Zusammenschluss der Stadtregion-Kommunen neu entbrannt. Die SPD-Fraktion hatte sich in einem Antrag dafür ausgesprochen, eine Studie in Auftrag zu geben, die Vor- und Nachteile einer Fusion beleuchten soll. Das Ziel: mehr Sachlichkeit in der Debatte. Über diesen Antrag hat der Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung jetzt beraten. Ergebnis: Es gibt (zunächst) keine Studie. Und: Alle Verantwortlichen in der Stadt Fulda setzen auf Dialog und einen Austausch auf Augenhöhe.

OB: Partner nicht vor den Kopf stoßen

OB Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) warnte davor, „unsere Partner in der Stadtregion vor den Kopf zu stoßen“. Er wisse, so Wingenfeld, dass seine Amtskollegen in Künzell, Petersberg und Eichenzell großen Wert auf Eigenständigkeit legten. Der OB sagte, er sehe in einer Großstadt Fulda durchaus Vorteile, „das wichtigste aber ist, dass wir in der Kooperation weiterkommen“.

Idee des Runden Tisches

Abgehakt ist das Thema aus Sicht der Stadtpolitik gleichwohl nicht. Die Fraktionschefin der CDU, Patricia Fehrmann, brachte eine Art Runden Tisch ins Gespräch. In einer gemeinsamen Konferenz sollten sich die Fraktionsvorsitzenden aus allen vier Kommunalparlamenten über Vor- und Nachteile einer Fusion austauschen und ergebnisoffen und auf Augenhöhe miteinander diskutieren. Auch die Kreisgremien könnten eingebunden werden. Eine Bürgerbefragung brachte Fehrmann ebenfalls ins Gespräch.

Studie – Ja oder Nein?

Der Vorstoß der CDU war im Ausschuss mehrheitsfähig. Die Frage ist: Was wird aus der Studie? Die SPD legte ihren Antrag vor dem Hintergrund des Gesprächsangebots an die Stadtrand-Kommunen erst einmal auf Eis. Grünen-Fraktionschefin Silvia Brünnel betonte, eine Studie bleibe aus ihrer Sicht das Ziel – und zwar gemeinsam in Auftrag gegeben von allen vier Kommunen.

Der OB sagte, der Magistrat sei bereit, auszuloten, welche Fragestellungen bei einer Studie untersucht werden müssten, welche Institute infrage kämen und was es zu beachten gäbe. Das Ergebnis dieser Vor-Untersuchung könne dann in den von der Stadtpolitik angestoßenen Dialogprozess „eingespeist“ werden. / zen

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