Mitglieder von „Pro Lebensraum Großenlüder“ machten Problemlagen deutlich.
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Mitglieder von „Pro Lebensraum Großenlüder“ machten Problemlagen deutlich.

ZKW Otterbein

Besuch am Steinbruch: Grünen-Politiker fordern „klare Vorgaben“ für Abbau

Hoher politischer Besuch am Steinbruch: Die Grünen-Politiker Dr. Bettina Hoffmann, Bundestagsabgeordnete und Fraktionssprecherin für Umweltpolitik und -gesundheit, sowie Markus Hofmann, Landtagsabgeordneter aus Flieden, haben den Verein „Pro Lebensraum Großenlüder“ besucht.

Müs - Der Verein stellte eigenen Angaben zufolge den Politikern die Problematik der geplanten Steinbrucherweiterung der Zement- und Kalkwerke Otterbein aus Sicht der Mitglieder und betroffenen Anwohner dar. Hoffmann, Hofmann und Vereinsmitglieder tauschten sich aus und loteten Möglichkeiten aus, wie mit den Interessenslagen der Beteiligten umgegangen werden könne.

„Der Abbau von Rohstoffen bedeutet unweigerlich einen massiven Eingriff in die Natur. Um die Eingriffe möglichst klein zu halten, brauchen wir einen sorgsameren Umgang mit natürlichen Ressourcen und den Einstieg in eine echte Kreislaufwirtschaft“, erläuterte Hoffmann.

Grünen-Politiker haben in Müs das Umfeld vom Steinbruch der ZKW Otterbein besucht

Daneben brauche es „klare Vorgaben, um den Abbau zwar wirtschaftlich, aber vor allem umweltgerecht durchzuführen“. Ausnahmegenehmigungen dürften nicht zur Regel werden. Der technisch neueste Stand sei bei Filteranlagen einzusetzen, um die Gesundheit der Menschen, Wasser, Luft und Boden zu schützen. Wichtig sei auch ein zeitnaher Ausgleich in Natur und Landschaft.

Hofmann machte darauf aufmerksam: „Bei einem solchen Vorhaben muss zwischen unternehmerischer Freiheit und Rohstoffbedarf und der Bewahrung des Lebensraums für Mensch und Natur sowie dem Emissionsschutz abgewogen werden.“

Das Hauptproblem der geplanten Erweiterung des Steinbruchs sieht der Verein in der Tieferlegung des Steinbruchs sowie Grundwasserabsenkung, Emissionsanstieg sowie im Heranrücken des Steinbruchs bis auf 135 Meter an den Ort Müs. Es wird befürchtet, dass diese Pläne weitreichende Folgen für Natur und Anwohner haben. (nz)

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