Die Gemeinde Hilders von einer Wiese aus.
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Der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Hilders hat Ausgaben in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro einstimmig beschlossen.

Grünes Licht für zwei Baugebiete

Ausgaben in Höhe von 1,6 Millionen Euro bewilligt

Der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Hilders hat in einer Telefonkonferenz wichtige und zeitlich nicht aufschiebbare außerplanmäßige Ausgaben in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro einstimmig beschlossen.

Es ging um die Erschließung der Baugebiete in Hilders und Simmershausen, den Kauf eines Gerätewagens Logistik für die Feuerwehr und den Erlass der Beiträge für die Kindertagesstätten im Monat April.

Die Beschlüsse waren notwendig, da sie termingebunden waren. Ein Thema war die Auftragsvergabe für die Erschließung der Neubaugebiete Heiligenweg in Hilders und in Simmershausen. Dort sollen 16 beziehungsweise 15 Bauplätze entstehen. Die Kosten sind im Laufe der vergangenen beiden Jahre um gut 150 000 Euro auf 715 000 Euro in Hilders gestiegen. In Simmershausen beträgt der Mehraufwand für die Erschließung des Areals sogar rund 250 000 auf 646 000 Euro für die Vergabe von Kanal- und Wasserleitungen und Straßenbau, erklärt Bürgermeister Hubert Blum (SPD).

Bauprojekte könnten ab Herbst starten

Gründe seien zum einen die gute Baukonjunktur, die die Preise erhöht habe, zudem müsse in Simmershausen belastetetes Erdmaterial entsorgt werden. Zum anderen seien die Schätzungen der Kosten schon zwei Jahre alt. Mit den Arbeiten soll Anfang Mai begonnen werden.

Den hohen Ausgaben der Gemeinde stehen aber auch Einnahmen gegenüber, wenn die Grundstücke an Interessenten verkauft werden, macht der Bürgermeister klar.

Geplant ist, dass 90 Prozent der Kosten auf die neuen Grundstückseigentümer umgelegt werden. „Wir schaffen zudem damit Werte“, sagt Blum und hofft, dass die Grundstücke möglichst schnell verkauft werden. Im Herbst soll es möglich sein zu bauen.

Kita-Gebühren für April erlassen

Ein wichtiger Mosaikstein im Brandschutz ist der neue Gerätewagen Logistik, der jetzt für 281 000 Euro gekauft wird. Die Kosten haben sich im Laufe der vergangenen drei Jahre – so lange läuft das Verfahren – um rund 100 000 Euro erhöht, berichtet Blum. Als Gründe nennt er, dass das Fahrzeug jetzt Allradantrieb und eine bessere Ausstattung als das Grundmodell habe. Für die Gemeinde Hilders bleibt nach Abzug der Zuschüsse von Kreis und Land noch ein Betrag von 217 000 Euro zu finanzieren.

Der alte Schlauchwagen musste ersetzt werden, begründet Blum die Anschaffung. Das neue Fahrzeug bietet die Möglichkeit, in unwegsamen Gelände oder außerhalb der Ortschaften Schlauchverbindungen von mehr als 1000 Metern herzustellen. Dies sei zum Beispiel bei Waldbränden, aber auch bei Einsätzen außerhalb der Ortschaften wichtig.

Zudem beschlossen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, dass die Kita-Gebühren in Absprache mit den Kirchengemeinden für den Monat April erlassen werden. Wie für Mai verfahren werde, sei noch offen. „Aktuell könne niemand sagen, wann die Kindergärten wieder geöffnet werden“, sagt Blum.

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