Fotos: Marcus Lotz

Günther-Bau kauft Gasthof „Zur Linde“

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Großenlüder - Die Gemeinde Großenlüder hat einen Käufer für die Gaststätte „Zur Linde“ gefunden: Alexander und Markus Günther von der Fuldaer Firma Günther-Bau wollen dem Lokal neues Leben einhauchen.

Von unserem Redaktionsmitglied Marcus Lotz

„Zugegeben: Wir haben an dem Gebäude einen Narren gefressen“, erklärte Alexander Günther bei dem gestrigen Pressegespräch am Stammtisch des Lokals. Schon länger habe sich das Unternehmen um das denkmalgeschützte Gebäude bemüht, bevor die Gemeindevertreter schließlich in ihrer Sitzung am Donnerstag dem Kaufvertrag einstimmig zugestimmt haben. „Wegen des Denkmalschutzes kann man hier kaum einen Nagel reinhauen, ohne um Erlaubnis zu fragen. Aber damit kennen wir uns aus“, so Günther.

Dieses Know-How war auch der Gemeinde wichtig, wie Bürgermeister Werner Dietrich (UBL) betonte: „Wir haben uns nach einer sehr schwierigen Verhandlungsphase unter vier Bewerbern für Alexander und Markus Günther entschieden, die sich mit dem Denkmalschutz gut auskennen.“

Einige Freiheiten im Kaufvertrag

Alexander Günther gab einen Ausblick auf die kommenden Monate: „Es steht jetzt erst Mal eine Renovierungsphase an. Wir werden die Zimmer neu renovieren, die Gaststätte sanieren und eventuell eine Akustikdecke für den Saal anbringen.“ Das Unternehmen stehe bereits in Verhandlungen mit zwei potenziellen Pächtern, die es in die engere Auswahl geschafft haben. „Die Hotelzimmer werden wir aber in Eigenregie betreiben“, so Günther. Der Unternehmer schätzt, dass der Betrieb im Frühjahr 2020 starten kann.

Zuvor hatte Bürgermeister Dietrich in der Gemeindevertretersitzung erläutert, dass die Gemeinde lediglich das 1740 errichtete Gebäude verkauft. Parkplatz, Biergarten und Kegelbahn werden der Firma Günther im Rahmen eines Pachtvertrages zur Verfügung gestellt, bleiben aber im Besitz der Gemeinde. Der Kaufvertrag lasse der Gemeinde zudem einige Freiheiten, etwa im Hinblick eines Rückkaufrechtes.

Standsicherheit für drei Jahre

Eine weitere gute Nachricht hatte der Rathauschef gestern zur namensgebenden Linde neben dem Lokal zu vermelden: „Nachdem die Standsicherheit für die nächsten drei Jahre gegeben ist, haben wir eine Fachfirma aus der Schweiz ausfindig gemacht, die ein Mittel entwickelt hat, mit dem sich der Pilzbefall stoppen lässt. Der Baum wird damit die nächsten vier Jahre behandelt. Die Kosten belaufen sich auf rund 2500 Euro, wir hoffen aber, die Linde damit retten zu können.“

Diese Hoffnung teilen auch Alexander und Markus Günther. „Die Linde ist ein Markenzeichen, für den Ort und für die Wirtschaft“, befand Alexander Günther.

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