Der Kirchturm von St. Markus erstrahlt in neuem Glanz: Er wurde für 350.000 Euro saniert.
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Der Kirchturm von St. Markus erstrahlt in neuem Glanz: Er wurde für 350.000 Euro saniert.

Kosten: 350.000 Euro

Kirchturm trägt ein neues Gewand: Sanierung von St. Markus in Haimbach abgeschlossen

Die Sanierung des Kirchturms von St. Markus, dem Wahrzeichen Haimbachs, ist abgeschlossen. 

Haimbach - Jetzt, wenn die Tage wieder länger werden, ist der Kirchturm in seinem neuen Gewand schon von Weitem zu sehen. Der Anblick des mit einem Baugerüst versehenen Turms war schon fast zur Gewohnheit geworden. Das Gerüst war so lange erforderlich gewesen, da der denkmalgeschützte Turm schon vor den eigentlichen Bauarbeiten intensiv von verschiedenen Fachleuten wegen zahlreicher Schäden und den erforderlichen behutsamen Sanierungsarbeiten begutachtet werden musste.

Dabei wurde auch festgestellt, dass möglicherweise Bauteile des Kirchenbaus aus dem 9. Jahrhundert im Kirchturm weiter verwendet worden waren. Dies machte es möglich, neben den Landesmitteln auch Bundesmittel für den Denkmalschutz zu beantragen - das machte die Finanzierung für die Kirchengemeinde St. Markus und für das Bistum auskömmlich. (Lesen Sie hier: Unter einem Dach: Aus vier Pfarreien wird St. Martin Fulda - St. Andreas in Neuenberg ist Pfarrkirche).

Haimbach: Kirchturm trägt ein neues Gewand - Sanierung von St. Markus abgeschlossen

Neben den erforderlichen Verstärkungen der historischen Bausubstanz wurde die Elektrik im Kirchturm erneuert sowie die alten Holztreppen und Leitern instandgesetzt und ebenfalls teils erneuert. Auch die kleinen Fenster im Turm sowie die Schallluken bei den Glocken wurden saniert. Die Kirchturmuhr erstrahlt ebenfalls in neuem Glanz.

St. Markus

Die katholische Pfarrkirche St. Markus ist das Ergebnis mehrerer Bauphasen aus unterschiedlichen Epochen: Das Gewölbe unter dem Chor ist wohl die Krypta des karolingischen Gründungsbaus, der Westturm ist vermutlich im 12. Jahrhundert entstanden. Der nördliche Gebäudeteil dürfte auf einen Umbau in der Barockzeit zurückgehen. Eine weitere Veränderung folgte Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Kirche in neuromanischen Formen nach Süden erweitert wurde.

Die Schäden am Turmdach waren umfangreicher als zunächst angenommen, und somit wurde auch die Sanierung umfangreicher als geplant. Die entscheidende Maßnahme zum Schutz des alten Mauerwerkes war schließlich das Verputzen des Turmes, was dem gesamten Kirchenumfeld ein neues Gesicht verleiht.

Sanierung von St. Markus im Haimbach: Baukosten betrugen rund 350.000 Euro

Die Baukosten betrugen rund 350.000 Euro. Davon wurden etwa 212.000 Euro aus Bundes- und Landesmitteln über das Landesamt für Denkmalpflege beigesteuert und rund 35.000 Euro durch das Bistum Fulda. Dank zahlreicher Spenden in einer Gesamthöhe von rund 18.000 Euro wurde der Anteil der Kirchengemeinde weiter auf eine vertretbare Höhe reduziert. Besonders bedankt sich die Kirchengemeinde St. Markus bei allen am Bau Beteiligten sowie den ehrenamtlichen Helfern.

Als nächstes Projekt steht die Erneuerung des Parkplatzes vor der Kirche durch die Stadt Fulda an. Anschließend soll noch der direkte Kirchvorplatz von der Kirchengemeinde mit einem neuen Steinbelag versehen werden. (sam)

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