In der letzten Woche kämpften sie noch im Derby mit Hünfeld, nun nach dem aprupten Rundenende können sich Lukas Dimmerling (blaues Trikot) und seine HSG Großenlüder/Hainzell freuen: Sie sind Meister und steigen in die Oberliga auf. / Foto: Charlie Rolff

Handball-Landesliga: Großenlüder/Hainzell Meister – Bangen für Hünfeld

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Das ging schnell: Obwohl der Hessische Handballverband noch auf morgen warten wollte hat bereits heute Abend die Auf- und Abstiegsregelungen für den unterbrochenen Spielbetrieb bekanntgegeben. Da der morgige Tabellenstand zum Ligaabschluss herangezogen wird, bleibt Großenlüder/Hainzell auf Rang eins – und ist damit Meister. Hünfeld muss hingegen noch bangen.

Von unserem Redaktionsmitglied Ann-Katrin Hahner

„Der Spielbetrieb für alle Klassen und auf allen Ebenen in Hessen wird zum Freitag, den 13.3.2020 ab 12 Uhr eingestellt und damit für die Spielrunde 2019/20 beendet. Die Auf- und Abstiegsregelungen zur und für die folgende Spielrunde 2020/21 werden mit dem Tabellenstand der jeweiligen Spielklasse vom Freitag, den 13.3.2020 gewertet“, heißt es aktuell auf der Internetseite des Hessischen Handballverbands. Grund sei das neuartige Coronoavirus, dessen Ausbreitung man mit dieser Maßnahme entgegenwirken wollte.

Damit steht fest: Die HSG Großenlüder/Hainzell verbleibt auf ihrem ersten Tabellenplatz. „Großenlüder/Hainzell beendet die Runde auf dem ersten Platz und ist damit neuer Meister der Landesliga Nord“, bestätigte auch Spielleiter Manfred Leber auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Lüdertaler treten damit in der neuen Saison 2020/21 in Hessens höchster Spielklasse, der Oberliga an. Die Truppe von Trainer Joachim Bug löst als Nord-Aufsteiger damit den TSV Vellmar ab, der aus der Oberliga absteigt.

Hünfeld zwischen Hoffen und Bangen

Etwas undurchsichtiger sieht die Sache da schon beim Hünfelder SV aus. Erst letzte Woche glänzten die Haunestädter noch im Derby mit dem neuen Meister, nun könnte die Zeit für die Hünfelder in der Landesliga Nord erst einmal vorbei sein. Denn: Normalerweise steigen drei Teams ab, um den beiden Meistern aus den Bezirken und dem Sieger der Relegation Platz zu machen. Mit seinem 12 Rang wäre der HSV also eigentlich abgestiegen.

Allerdings hat Teammanager Christian Krätzig noch Hoffnung, dass sein Club in der Liga verbleibt. „Der HHV hat bekanntgegeben, dass der Spielbetrieb komplett eingestellt wird. Das müsste doch dann auch die Relegationsspiele beinhalten.“ Bleibt Hünfeld also in der Liga? Laut Spielleiter Manfred Leber handele es sich dabei um Feinheiten, die noch nicht endgültig geklärt seien. Ein endgültiges Statement vom HHV steht in dieser Sache noch aus. Gut möglich also, dass der HSV noch einmal mit einem blauen Auge davonkommt und den Doppelabstieg, der auch der zweiten Mannschaft drohen würde, vermeiden könnte.

Abteilungsleiter Martin Abel geht sogar noch einen Schritt weiter: „Die Meldung sagt eindeutig, dass keine Spiele mehr gespielt werden. Darunter fallen für mich auch Relegationsspiele. Sollte wir dennoch absteigen, würden wir das als Verein so nicht akzeptieren.“

Freude auch bei anderen Teams

Ähnlich wie die HSG Großenlüder/Hainzell dürfen sich zwei weitere Mannschaften – diesmal allerdings aus dem Damenbereich – freuen. Die Clubkolleginnen der HSG-Herren aus der zweiten Damenmannschaft beenden ihre Saison ungeschlagen auf dem ersten Rang und sind damit im nächsten Jahr in der Bezirksoberliga anzutreffen. Ähnlich auch die Damen des TV Flieden, die in der Bezirksliga A Offenbach/Hanau nicht mehr ihr Spitzenspiel gegen Bruchköbel bestreiten müssen und ab kommender Serie in der BOL auflaufen.

Auch für die erste Damenmannschaft von Großenlüder/Hainzell kann sich der Saisonabschluss sehen lassen: Sie beenden die Runde als Vizemeister.

Schicksal der Fuldaer Damen aktuell noch ungewiss

Definitv vorm Abstieg gerettet sind die Handballer der TSG Schlitz, die mit einem Punkt Vorsprung auf die TSG Bad Sooden-Allendorf in der Bezirksoberliga verbleiben dürfen.

FT Fuldas Damenmannschaft, die in der letzten Saison den Aufstieg in die Landesliga Nord feierte, hängt hingegen ähnlich wie der Hünfelder SV in der Schwebe: Bleibt der Tabellenstand, dann müssten die Barockstädterinnen als Letzter der Liga in die Bezirksoberliga zurückkehren. Werden hingegen zum Saisonende noch die ausstehenden Punktabzüge bei GSV Eintracht Baunatal (6 Punkte) und der HSG Lohfelden/Vollmarshausen (3 Punkte) mit eingerechnet, rutscht FT auf den drittletzten Platz und würde bei nicht gespielter Relegation in der Liga verbleiben.

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