Archivfoto: Charlie Rolff

Handball Landesliga: Nach überwundener Abwehrlethargie wird es deutlich

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Großenlüder - „Pflichtaufgabe erfüllt“, hat es aus Sicht von Großenlüder/Hainzell am Samstag geheißen. Gegen Wehlheiden setzten sich die Lüdertaler trotz Personalengpässen und anfänglicher Abwehrschwäche deutlich mit 43:30 (23:15) durch.

Von unserem Redaktionsmitglied Ann-Katrin Hahner

Lukas und Benedikt Dimmerling, Sebastian Peppler (allesamt grippegeschwächt), sowie die Ausfälle von Torhüter Mike Decher, Ben Kirst (Zahn-OP) und der Münker-Brüder (Auslandsaufenthalt) – die lange Liste der fehlenden oder angeschlagenen Spieler hatte HSG-Trainer Joachim Bug bereits in der Trainingswoche einiges an Kopfzerbrechen bereitet.

„Unter diesen Voraussetzungen hatte ich eigentlich kein gutes Gefühl vor dem Spiel. Auch, weil ich wusste, dass uns mit Wehlheiden ein sehr körperlich spielender Gegner bevorsteht“, erklärte Bug nach der Partie.

Rückraum-Kreis-Achse kaum zu stoppen

Und tatsächlich sah es gerade in der Anfangsviertelstunde danach aus, als hätte die HSG ein dickes Brett zu bohren. Insbesondere die Anspiele an TG-Kreisläufer Christopher Barth oder die Außenpositionen waren für die HSGler nur schwer zu unterbinden und Lücken im Abwehrverbund boten reichlich Platz für ungestörte Abschlüsse.

Wehlheidens Spielmacher Christoph Muth leistete in dieser Hinsicht gute Arbeit und antizipierte und stoppte zudem immer wieder Pässe, die Großenlüder in den Gegenstoß hätten bringen können. „Es waren aber gerade die einfachen Tore, die wir haben wollten, denn es war klar, dass es im Positionsangriff für uns schwer werden würde“, bemerkt Bug.

Wachere Defensive bringt die Wende

Mit ihrer bedachten und auf Fehlerminimalisierung ausgerichteten Spielweise hielten sich die Gäste immerhin bis zum 12:14 (23.) im Spiel. Dann aber platzte endlich der Knoten bei der HSG und die Bug-Sieben setzte die taktische Marschrichtung ihres Trainers um.

Aus ihrer Abwehrlethargie erwacht, trat die Heimmannschaft wesentlich früher heraus, störte Anspiele und Kreuzbewegungen. Die gewonnenen Bälle verwerteten die Lüdertaler zum Gegenstoß oder über die zweite und dritte Welle, die sich als die Achillesferse der Gäste erwiesen.

Spielfreies Wochenende wegen Fastnacht

Nutznießer waren Dominik Malolepszy und Michael Blinzler die auf der linken Seite von den mit anziehender Spielgeschwindigkeit überforderten Gästen kaum zu stoppen waren und zusammen auf 22 Treffer kamen. Ab dem 30:19 (41.) brauchte dann niemand mehr an einem Heimsieg zu zweifeln.

Weiter geht es für die HSG Großenlüder/Hainzell erst wieder in zwei Wochen, da am Fastnachtswochenende spielfrei ist. Dann bekommt es die Bug-Sieben mit dem Eschweger TSV zu tun.

Statistik zum Spiel:

HSG Großenlüder/Hainzell: Herber, Stradtmann; Blinzler (12), Dimmerling B. (4), Dimmerling H., Dimmerling L. (5), Grosch (1), Koch (3), Malolepszy (10), Peppler (5), Sippel (3).

TG Wehlheiden: Becker; Barth (4), Görner (2), Gunkel (2), Imberger (2), Kauffmann (1), Kutzner (4), Muth (4), Schneider (2), Stingel (6), Winterhoff, Zidar (3/2).

Schiedsrichter: Florian Reuther/Michael Tobiasch (TV Idstein).

Zuschauer: 300.

Zeitstrafen: 2/-.

Beste Spieler: Michael Blinzler, Dominik Malolepszy (HSG); Christoph Muth (TG).

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