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Handelsverband: Öffnung nach Ladengröße verzerrt Wettbewerb

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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WIESBADEN - Der hessische Einzelhandel sieht die angekündigten Bedingungen für eine Wiedereröffnung von Läden in der Corona-Krise kritisch. „Die schrittweise Rückkehr zum Geschäftsbetrieb sollte für den gesamten Einzelhandel und nicht nur für einen Teil davon ermöglicht werden“, sagt Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands in Wiesbaden.

Lockerungen sollten nicht nach Betriebsgröße, Verkaufsfläche oder Einzelhandelsbranchen differenzieren. Dies verursache Wettbewerbsverzerrungen und Rechtsunsicherheit.

Am Mittwoch hatte das Land Hessen bekannt gegeben, dass zahlreiche wegen der Pandemie geschlossene Läden unter bestimmten Bedingungen ab Montag wieder öffnen dürfen: Das gilt für Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter, unabhängig davon auch Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen.

Begrenzte Kundenanzahl und Abstand

„Alle Geschäfte sollten ihre Räume wieder öffnen dürfen, in denen die Anzahl der Kunden begrenzt und der Abstand von Personen gewährleistet werden können“, erklärte Ruths. Er denke etwa an Kleidungs- und Schuhgeschäfte, Möbel- und Einrichtungsgeschäfte oder Elektrofachgeschäfte. Auch diese könnten die Hygiene-Anforderungen erfüllen. Gerade in großflächigen Betrieben könnten zum Beispiel Abstandsregeln einfacher eingehalten werden. / dpa

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