Archivfoto: Helmut Abel

Hanns-Uwe Theele tritt als Vorsitzender des Behindertenbeirates zurück

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Der Vorsitzende des Behindertenbeirates der Stadt Fulda, Hanns-Uwe Theele, hat am Mittwochmorgen erklärt, dass er zum 15. März 2020 sein Amt niederlegen wird.

Zu den Gründen seines Rücktritts schreibt Theele: „Die Kräfte gegen die ‚Inklusion‘ in Teilen der Verwaltung und die mangelnde Unterstützung durch den Magistrat, diesen Umstand zu beseitigen, haben dazu geführt, dass ich in der nächsten Sitzung des Behindertenbeirates mein Amt als Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt Fulda zum 15. März 2020 niederlege.“

Kritik an „ewig Gestrigen“

Der an MS erkrankte Vorsitzende berichtet von einem „völlig unnötigen Kampf gegen die ewig Gestrigen“, der ihn zu viel Kraft gekostet habe. „Der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war die Diskriminierung durch die ‚Fachstelle Integration und Inklusion Partnerschaft für Demokratie‘ bei dem Projekt ‚Demokratie leben‘“.

Fast acht Jahre Amtszeit

Neben der Kritik blickt Theele auch auf Positives in seiner Amtszeit zurück: „In den fast acht Jahren meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Vorsitzender durfte ich mit Unterstützung von großen Teilen des Magistrats, der Stadtverordneten und Mitarbeiter der Verwaltung viel Positives für die Menschen mit Behinderung in meiner Heimatstadt umsetzen.“

Theele weiter: „Viele Organisationen, Vereine und Einzelpersonen haben mich dabei beratend begleitet. Stets habe ich die volle Unterstützung der Mitglieder des Behindertenbeirats erhalten. Bei all diesen aktiven Menschen möchte ich mich hiermit vielmals für die konstruktive und tolle Zusammenarbeit und Unterstützung bedanken.“

Stellungnahme der Stadt

Die Stadt Fulda hat sich in einer Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung zum angekündigten Rücktritt von Theele geäußert.

Darin heißt es: „Mit großem Bedauern, aber auch Respekt nimmt die Stadt Fulda die Ankündigung von Hanns-Uwe Theele zur Kenntnis, dass er am 15. März von seinem Amt als Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt Fulda zurücktreten wird. Der konkrete Zeitpunkt und der genannte Anlass sind aus städtischer Sicht allerdings schwer nachzuvollziehen. Tatsache ist, dass der Behindertenbeirat bzw. dessen Vertreter in alle Entscheidungsprozesse im Zusammenhang mit dem Programm „Partnerschaft für Demokratie“ eingebunden waren und sind.“

Außerdem ist in der Stellungnahme zu lesen: „Die pauschalen Vorwürfe der mangelnden Unterstützung durch den Magistrat bzw. der Diskriminierung des Behindertenbeirates durch die Fachstelle Integration und Inklusion – Partnerschaft für Demokratie sind aus Sicht der Stadt nicht nachvollziehbar. Richtig ist vielmehr, dass die Stadt Fulda seit Jahren das Thema Inklusion sowie Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung aktiv vorantreibt.“

Theele haben in den vergangenen Jahren mit der Verwaltung und der Stadtpolitik zahlreiche Impulse für die Inklusion in unserer Stadt gesetzt und Entwicklungen angestoßen. Dafür gebühre ihm hohe Anerkennung. Abschließend heißt es, dass der Magistrat sich um einen zeitnahen persönlichen Austausch mit Theele bemühe. / lio

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