Fotos: Malte Bürger/Kreuzkirche

Heiligabend-Christvesper in der Kreuzkirche: Pfarrer Bürger lädt zur „WG mit Gott“ ein

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - „Wohnst du noch oder lebst du schon?!“ Diesen Werbeslogan eines schwedischen Möbelhauses nimmt Pfarrer Stefan Bürger zum Anlass, sich in der Christvesper an Heiligabend in der Evangelischen Kreuzkirche über das Wohnen und Leben Gedanken zu machen und mit der Botschaft der Geburt Christi zu verbinden.

Bürger meint, dass die Möbelkette eben nicht einfach nur Möbel-Ambiente verspreche, sondern mehr, wohl so etwas wie Lebensqualität. Die Werber hätten eine Story gefunden, die wohl funktioniere. Was ist aber die Marke, die Story des Heiligen Abends in der Kirche, fragt der 51-Jährige.

„Die Antwort ist einfach und geheimnisvoll zu gleich. Gott hat entschieden, bei uns zu wohnen. Mit dem Kind in der Krippe wohnt Gott bei uns. Er wohnt nicht nur, sondern lebt auch. Und wie er lebt!“ spricht der Pfarrer die Heiligabendgemeinde an und erzählt ein wenig vom Leben Jesu, wie die Gemeinde in einer Vorab-Pressemitteilung berichtete.

Nichts tun, nur empfangen

Mit einigen nachdenklichen und humorvollen Beispielen vom Wohnen und Leben bringt Bürger der Gemeinde die weihnachtliche Botschaft nahe. „Auch für den, der nichts mehr erwartet, der nur noch wohnt, kaum mehr lebt, gelte die Zusage Gottes: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein“, so Bürger. Für diese Botschaft müsse man nichts tun, könne nur empfangen.

Im Hinblick auf die jungen Menschen, die jetzt gerade aus ihren Studienorten und Wohngemeinschaften über Weihnachten in ihre Elternhäuser kommen, lädt Bürger zur Wohngemeinschaft – oder auch WG – mit Gott ein. Eine Wohn- oder Lebensgemeinschaft mit Gott verändere sich in verschiedenen Alters- und Lebensphasen, in schweren wie in glücklichen Momenten. Doch die Botschaft von Weihnachten bleibe und er auch gern Markenbotschafter.

Zusage Gottes gibt Mut

Kirche müsse selbstverständlich schauen, wie sie die Menschen darin unterstützen könne, mit Gott zu wohnen und zu leben. Alte Muster reichten da oft nicht mehr, wenn man die Menschen nicht verlieren wollte. Mut gebe auch hier die Gottes Zusage, bei uns zu wohnen und unser Gott zu sein, so der Pfarrer.

Musikalisch begleitete den Gottesdienst auch beim letzten Lied, „O du fröhliche“, Christopher Schnell an der Orgel. Weihnachtliche Lieder sangen die Männergesangvereine Bergeslust und Trätzhof. / FZ

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