Fotos: Screenshot, privat

Heißer Windzug durch Briefschlitz: Diese FZ-Austrägerin entdeckte das verheerende Feuer

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Künzell - Diese Nacht wird Sigrid Hirsch so schnell nicht vergessen. In der Nacht zu Montag entdeckte sie beim Austragen unserer Zeitung den Brand, der schließlich die Halle von Metallbau Schütz in Künzell vernichtete und einen Millionenschaden anrichtete. Beim Hineinstecken der Fuldaer Zeitung in den Postschlitz hatte die 59-Jährige einen heißen Windzug bemerkt.

Flammen war zu diesem Zeitpunkt von außen noch keine zu sehen. Noch. „Aber drinnen in der Halle hat es bereits fürchterlich geknackt. Leider hatte ich mein Handy nicht dabei“, berichtet die FZ-Austrägerin. So klingelte sie schnell im etwa 30 Meter entfernten Wohnhaus des Anwesens, auf dem sich die Halle der Firma Metallbau Schütz befindet, die Familie Vey wach.

„Extrem erschreckend“

„Daneben befand sich ja auch noch das Matratzenlager“, berichtet Sigrid Hirsch von den Minuten des bangen Wartens auf die Feuerwehr, nachdem diese gerufen worden war. „Es war extrem erschreckend, wie schnell diese Feuerhölle entstanden ist“, berichtet Sigrid Hirsch von dem verheerenden Feuer. „Mir tut vor allem der Herr Schütz total leid“, sagt sie.

„Ich habe ja über die Jahre die ganzen Anfänge der Firma mitbekommen, gesehen, wie sich die Firma entwickelt hat.“ Im benachbarten Künzell-Keulos blieb das sich rasend schnell ausbreitende Feuer übrigens auch nicht lange unbemerkt. Harald Eller, seines Zeichens ebenfalls langjähriger Austräger unserer Zeitung, war die zweite Person, die den Brand Minuten später bei der Feuerwehr meldete.

1,2 Millionen Euro Schaden

Bei dem Feuer in dem metallverarbeitenden Betrieb war nach ersten Schätzungen ein Schaden von etwa 1,2 Millionen Euro entstanden. Nach Angaben der Polizei waren mehr als 120 Einsatzkräfte vor Ort. Ein Übergreifen des Feuers auf ein angrenzendes Heizöllager konnte die Feuerwehr verhindern.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Nach Polizeiangaben lagen zunächst keine Hinweise auf Schadstoffe in der Luft vor. Nähere Umstände und Details waren zunächst nicht bekannt. Die Kriminalpolizei beschlagnahmte am Montag den Brandort und nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf, teilte die Polizei mit. / sar

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