Fotos: Hanna Wiehe

Herzensangelegenheit: Gartenfest-Besucher wandeln 2020 durch ein Herz

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Eichenzell - Der studentische Schaugartenwettbewerb zählt zu den jährlichen Highlights des Fürstlichen Gartenfestes. Am Mittwoch fand auf Schloss Fasanerie die Preisverleihung der 13. Wettbewerbsausgabe statt. In der Umsetzung des Gartenfest-Sonderthemas „Fit aus dem Garten“ belegten Studierende der TU Berlin, die einen Garten in Herzform in den Wettbewerb einbrachten, den ersten Platz.

Gleich zweimal durften sich während der Preisverleihung Theresa Burre, Ahmed Chehadé, Yuanzhihong Liu und Zhanhui Ren freuen: Die Studierenden der TU Berlin erhielten für ihren Schaugarten „Fit durch Pflanzen“ zum einen den ersten Platz im Schaugartenwettbewerb und zum anderen den Sonderpreis der Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftskultur.

Der erste Platz bedeutet, dass ihr Garten im Mai im Hofgarten von Schloss Fasanerie gebaut wird und dann von den rund 25.000 Gartenfest-Besuchern bestaunt werden kann. Insgesamt erhielten sie ein Preisgeld über 1.500 Euro.

Parcour der Herzfrequenz wartet auf Besucher

Mit ihrem Schaugarten möchten sie den Besuchern gesundheitsfördernde und heilende Pflanzen näherbringen. Die Gartenfest-Besucher werden zudem eingeladen, mit einer Schubkarre einen „Parcours der Herzfrequenz“ zu befahren. Der Garten ist nämlich in der Form eines menschlichen Herzens gestaltet. Während der körperlichen Ertüchtigung können die Besucher dann die in der Schubkarre befindlichen Pflanzen näher kennenlernen.

Das Sonderthema verlangte nach einem Garten, der die Themen „Bewegung“ und „Garten“ vereint und das Thema kreativ und zugleich gärtnerisch umsetzt. Am Wettbewerb teilgenommen haben 38 Studierende. Unter anderem von der TU Berlin und der Hochschule für Technik Rapperswil in der Schweiz. Insgesamt zwölf Entwürfe durfte die Fachjury begutachten und daraus den zu bauenden Garten küren.

Auch zweiter Platz geht nach Berlin

Den zweiten Platz belegte Daniela Burghardt mit ihrem Entwurf „Fieldness“. Sie erhielt ein Preisgeld von 500 Euro. Die freiberuflich in Berlin tätige Landschaftsarchitektin hat 2018 ihr Studium erst beendet und fiel somit noch unter das Wettbewerbskriterium, dass der Hochschulabschluss nicht älter als drei Jahre sein darf. Burghardts Garten steht unter dem Motto „Pflanzen sportlich erleben“. „Anhand eines Fitnessparcours, der inmitten von Pflanzfeldern verläuft, werden den Besuchern sechs verschiedene Kraftübungen nähergebracht“, erklärt die junge Landschaftsarchitektin.

Wettbewerb für angehende Landschaftsarchitekten existiert seit 13 Jahren

Der Sonderpreis des Bunds Deutscher Landschaftsarchitekten ging an Claudius Bock, Yihui Lu, Khanh Ly Nguyen und Yueqi Tao für ihren Entwurf „Grass Dance“. Dotiert ist der bdla-Sonderpreis mit 500 Euro. Die Studierenden des Fachgebiets „Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung“ der TU Berlin haben ihren Schaugarten aus der Natur heraus entwickelt: „Das leichte Schwingen und die tänzerischen Bewegungen des Grases wurden in die Fitnessbewegungen des Balancierens übersetzt“, erläutert die Entwurfsbeschreibung das Konzept. Das Halten des Gleichgewichts wird zum Hauptthema.

Der Schaugartenwettbewerb, der seit 13 Jahren im Rahmen des Fürstlichen Gartenfestes ausgelobt wird, richtet sich ausschließlich an Studierende der Landschaftsarchitektur und -planung sowie an junge Planungsbüros und Landschaftsarchitekten, deren Hochschulabschluss nicht älter als drei Jahre ist. / akh

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