Ein Rettungsring hängt neben einem See.
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Die Zahl der Badetoten in Hessen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. (Symbolfoto)

Großteil männlich

Zahl der Badetoten in Hessen leicht gesunken - DLRG nennt Gründe für Ertrinken

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Badetoten in Hessen gesunken. Die DLRG nennt die häufigsten Gründe für das Ertrinken.

Frankfurt am Main - In Hessen ist die Zahl der Badetoten im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Zwischen Januar und Juli seien mindestens zwölf Menschen ertrunken, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Berlin mit. Das sind fünf Badetote weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Juni etwa wurde ein 33-jähriger Mann aus dem Werratalsee im Werra-Meißner-Kreis tot geborgen. Zuvor hatten drei Angler vergeblich versucht, ihn zu retten. Im selben Monat starb ein 59 Jahre alter Mann in einem Badesee in Maiflingen (Kreis Offenbach). Zuvor wurde der Mann als vermisst gemeldet. Die Einsatzkräfte fanden sein Fahrrad und seine Kleider am Ufer und gingen von einem Badeunfall aus.

Hessen: Zahl der Badetoten gesunken - DLRG nennt Gründe für Ertrinken

Bundesweit waren die Zahlen ebenfalls rücklaufig: Bis Ende Juli ertranken 184 Menschen, vier weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die meisten Unfälle ereignen sich laut DLRG an ungesicherten Badestellen. Über 75 Prozent der Badetoten starben in Seen und Flüssen. „An Flüssen und Seen sind in den wenigsten Fällen Rettungsschwimmer im Einsatz“, erklärte DLRG-Präsident Achim Haag.

Oft würden Badeverbotschilder nicht ausreichen. „Wir betonen daher immer wieder unsere Bereitschaft, mit Kommunen oder Landkreisen zusammenzuarbeiten, um die Binnengewässer ein Stück sicherer zu machen.“ (Lesen Sie auch: Debatte um Hallenbad in Neuhof - Warnung vor „Generation Nichtschwimmer“)

Meiste Unfälle an ungesicherten Badestellen - über 75 Prozent sterben in Seen und Flüssen

Auffällig ist auch der Geschlechtervergleich: Bundesweit waren 79 Prozent aller Badetoten männlich. Hauptgründe für das Ertrinken sind laut DLRG vor allem das Baden an unbewachten Abschnitten, Leichtsinn, Selbstüberschätzung und der Einfluss von Alkohol. (dpa)

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