Bahnreisende
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Zwei Reisegäste warten an einem Bahnhof am Gleis. Viele Züge fallen aktuell wegen des Streiks aus. (Symbolbild)

Bahnhof Fulda betroffen

Bahnstreik führt zu starken Einschränkungen in Hessen - Regionalexpress fährt nur bis Hanau

Der bundesweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei der Deutschen Bahn hat am Montagmorgen für zahlreiche Zugausfälle und Verspätungen in Hessen gesorgt.

Fulda/Frankfurt - Der Ausstand im Personenverkehr hat um 2 Uhr begonnen, bestätigte eine Bahn-Sprecherin am Montagmorgen in Frankfurt. Stark betroffen ist unter anderem der S-Bahn-Verkehr im Rhein-Main-Gebiet. So fahren die meisten Linien im Bereich des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) nur alle 60 Minuten.

Auf den Linien S7 und S9 sind nach Angaben der Deutschen Bahn gar keine Züge unterwegs. Alternativ fahren auf dieser Linie demnach Regionalzüge. Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft hatte angekündigt, die Kapazität der U-Bahn-Züge in Frankfurt auszuweiten. So werden auf einigen Linien die Züge verlängert. 

Bahnstreik: Einschränkungen und Zugausfälle in Hessen

Bei manchen Linien wird der Takt stark ausgedünnt oder sie entfallen an den Streiktagen komplett. Nicht vom Streik betroffen sind dagegen Linien, die von anderen Bahngesellschaften bedient werden, etwa die Hessische Landesbahn, Vias oder Vlexx.

In Fulda kommt es aktuell (11 Uhr) weiterhin zu größeren Behinderungen. Die Mehrzahl der Fernzüge fällt aus, der Regionalexpress nach Frankfurt fährt nur bis Hanau.

Infos und Hotline

Bahnreisende sollten sich vor Fahrtantritt auf der Internetseite bahn.de über ihre Verbindungen informieren. Die Deutsche Bahn hat außerdem eine kostenfreie Hotline eingerichtet: 08000 996633. Die Bahn hat dazu aufgerufen, nicht unbedingt notwendige Reisen mit Fernverkehrszügen zu verschieben.

Bundesweit hat die Deutsche Bahn 75 Prozent ihrer Fernzüge gestrichen und rechnet auch im Regionalverkehr mit zahlreichen Ausfällen und Verspätungen. Am Freitag hatte die GDL angekündigt, den Fern- und Regionalverkehr ab Montag, 2.00 Uhr, für 48 Stunden bundesweit zu bestreiken.

Die GDL-Mitglieder streiken für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Unter anderem verlangen sie eine Corona-Prämie von 600 Euro und 3,2 Prozent mehr Geld in zwei Stufen. Die Bahn bot am Sonntag an, zusätzlich über eine Corona-Prämie für die Beschäftigten zu verhandeln. Die GDL hatte bereits vor einigen Tagen den Bahnverkehr bestreikt.

Video: Bahnstreik - Bekomme ich mein Geld zurück? Alle Infos zum Streik

Die Lohnerhöhung will sie nach den Corona-Verlusten über eine längere Zeit strecken. Dahinter schwelt in der Belegschaft ein Streit zwischen GDL und der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG darum, wer letztlich die Tarifverträge mit dem Unternehmen maßgeblich aushandelt. (dpa)

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