Impfung
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Das hessische Corona-Kabinett berät am Dienstag über das weitere Vorgehen in der Pandemie. Die Landesregierung appelliert indes an die Hessen, sich impfen zu lassen. (Symbolfoto)

Aufruf zum Impfen

Neue Regeln im Kampf gegen die Pandemie: Hessens Corona-Kabinett hat getagt

Nach den Beschlüssen des Bund-Länder-Treffens vergangene Woche tagt das hessische Corona-Kabinett am Dienstag, um über das weitere Vorgehen in der Pandemie zu beraten.

Update vom 17. August, 15.53 Uhr: Das hessische Corona-Kabinett hat getagt und neue Regeln im Kampf gegen die Pandemie beschlossen: So dürfen Diskotheken, Clubs und Tanzbars dürfen ab Donnerstag wieder ihre Innenräume öffnen. Allerdings gelten strengere Corona-Regeln als beispielsweise in der Gastronomie, wie der stellvertretende Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne) in Wiesbaden ankündigte. Unabhängig von der Inzidenz bekommen grundsätzlich neben Geimpften und Genesenen nur Menschen Einlass, die einen negativen PCR-Coronatest vorweisen können.

Ein Lockdown ist der Neufassung des Eskalationskonzepts nicht mehr vorgesehen. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 werde jedoch entsprechend des Beschlusses der Ministerpräsidentenkonferenz die 3G-Regel ausgeweitet, so Al-Wazir. Dies bedeutet beispielsweise, dass nur geimpfte, genesene oder negativ getestete Menschen Zutritt in die Innenräume von Kultur- und Freizeiteinrichtungen haben.

Corona in Hessen: Kabinett beschließt neue Regeln im Kampf gegen Pandemie

Erstmeldung vom 16. August: Wiesbaden - Das hessische Corona-Kabinett will am Dienstag darüber beraten, wie der Kampf gegen die Pandemie weiter geführt werden soll. Über die Beschlüsse informiert im Anschluss, gegen 13.30 Uhr, der stellvertretende Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne). Bei einem Bund-Länder-Treffen vergangene Woche hatten die Regierungschefs unter anderem beschlossen, dass sich Nicht-Geimpfte auf mehr Testpflichten im Alltag einstellen müssen. Diese Schnelltests sollen ab 11. Oktober in der Regel auch selbst bezahlt werden müssen.

Bund und Länder hatten sich auch darauf geeinigt, die Corona-Wirtschaftshilfen bis zum Jahresende zu verlängern. Keine Verständigung hatte es dagegen bei der Frage gegeben, welche neuen Parameter neben der Sieben-Tage-Inzidenz künftig als Grundlage für neue Einschränkungen oder Lockerungen in der Pandemie dienen könnten.

Hessen: Corona-Kabinett tagt am Dienstag - Welche Regeln gelten künftig?

Indes appelliert die Landesregierung angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an die Hessen, sich impfen und nach der Urlaubsrückkehr testen zu lassen. Entlang viel befahrener Straßen wurden dazu unter anderem Banner und LED-Tafeln aufgestellt, etwa mit der Botschaft: „Zeig dem Virus die Spritze. Jetzt impfen lassen!“ oder der Frage: „Schon getestet?“. Nach Angaben des Verkehrsministeriums passieren täglich 300.000 bis 400.000 Autofahrer die insgesamt elf Standorte mit Bannern und Tafeln.

Der stellvertretende Ministerpräsident Al-Wazir sagte am Montag, es sei noch nie so einfach gewesen wie jetzt, sich impfen zu lassen. In den Impfzentren etwa sei keine Anmeldung mehr erforderlich. „Sie schützen damit nicht nur sich, sondern auch Ihre Mitmenschen“, erklärte er. Urlaubsrückkehrer aus dem Ausland müssen bei der Einreise nach Deutschland einen Test nachweisen, egal ob sie sich in einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben oder nicht. Mit unserem Corona-Ticker für das Land Hessen bleiben Sie auf dem Laufenden.

Video: Corona regional: Das Update für Hessen

Kinder unter 12 Jahren sind davon ausgenommen. „Auch wer bei Einreise einen negativen Test vorlegt: Eine Infektion ist auch noch kurz vor oder bei der Abreise möglich“, sagte Al-Wazir. „Darum ist es wichtig, sich auch direkt nach der Rückkehr testen zu lassen.“ Infektionsketten könnten so früh unterbrochen werden. (dpa)

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