Nach dem Unwetter in Rheinland-Pfalz
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Zur Anerkennung der Verdienste in den Flutgebieten plant Hessen die rund 1200 eingesetzten Helferinnen und Helfer mit einer neuen Medaille auszuzeichnen. (Symbolbild)

„Einsatzmedaille Inland“

Neue Medaille für Fluthelfer: Hessen will 1200 Einsatzkräfte auszeichnen

Zur Anerkennung und Würdigung der Verdienste in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten plant die Hessische Landesregierung die rund 1200 eingesetzten Helferinnen und Helfer des Hessischen Katastrophenschutzes mit einer besonderen Ehrung auszuzeichnen.

Wiesbaden - Da es bisher keine Ehrungsmöglichkeit für Helferinnen und Helfer bei länderübergreifenden Inlandseinsätze gibt, will das Land diese Lücke mit der Stiftung einer „Einsatzmedaille Inland“ schließen, heißt es in einer Mitteilung des Innenministeriums Hessens. Das notwendige Erlassänderungsverfahren wurde bereits angestoßen und befindet sich derzeit im Anhörungsverfahren, in dem beispielsweise der Landesfeuerwehrverband Hessen, die AG Katastrophenschutz sowie die kommunalen Spitzenverbände zum Vorhaben der Landesregierung Stellung beziehen können.

„Die hessischen Einsatzkräfte haben einen unglaublich wichtigen Beitrag geleistet, um Flutopfer in unseren Nachbarbundesländern zu retten und den betroffenen Menschen schnell und zielgerichtet zu helfen. Für diesen engagierten und hochprofessionellen Einsatz möchten wir den Einheiten danken. Um den eingesetzten Kräften in den Flutgebieten eine besondere Form der Wertschätzung zuteilwerden zu lassen, plant die Landesregierung alle 1200 eingesetzten hessischen Flut-Helferinnen und -Helfer des Katastrophenschutzes mit der ‚Einsatzmedaille Inland‘ auszuzeichnen. Unser Katastrophenschutz hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Hessen und auch in ganz Deutschland auf sie verlassen können, wenn dringende Hilfe vonnöten ist“, so Innenminister Peter Beuth.

Hessen: 1200 Fluthelfer sollen mit neuer Medaille ausgezeichnet werden

Einheiten aus ganz Hessen hatten Mitte Juli 2021 im Rahmen einer länderübergreifenden Hilfe in den Kommunen Stolberg, Erftstadt und Euskirchen in Nordrhein-Westfalen sowie im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler unter widrigsten, kräftezehrenden Bedingungen umfassende Erkundungsmaßnahmen durchgeführt, sich an der Vermisstensuche beteiligt und technische Hilfe, überwiegend bei der Wasserförderung, geleistet. Zudem haben hessische Einheiten bei der Patientenverlegung aufgrund von Evakuierungsmaßnahmen unterstützt und die Trinkwassernotversorgung sichergestellt. (Lesen Sie hier: Wilhelm Hartmann aus Fulda unterstützt Flutopfer im Ahrtal)

Im Bereich staatlicher Ehrungen im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes können Rettungskräfte seit 2014 mit der „Einsatzmedaille Ausland“ geehrt werden. Die Stiftung der „Einsatzmedaille Inland“ soll das Ehrungsportfolio des Landes erweitern. (ah)

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