Im Nieder-Mooser-See soll spätestens ab dem 27. Juni geschwommen werden dürfen.
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Die Wasserqualität am Nieder-Mooser See ist ausgezeichnet.

Untersuchung auf Bakterien

Fast alle Badeseen in Hessen haben eine ausgezeichnete Wasserqualität - So sieht es in Region Fulda aus

Die Badegewässer in Hessen bieten überwiegend hervorragende Wasserbedingungen. Fast alle Badestellen im Land weisen eine ausgezeichnete hygienische Wasserqualität auf - auch in der Umgebung von Fulda.

Region - Mehr als 96 Prozent erfüllten die in der EU gültigen Mindeststandards. Diese Werte sind etwas niedriger als im Vorjahresbericht. Das liegt unter anderem daran, dass mehr Stellen als üblich wegen Beschränkungen in der Corona-Pandemie in der Badesaison 2020 nicht angemessen analysiert und somit klassifiziert werden konnten. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Wasserqualität im oberen Mittelfeld.

Nur elf der 2304 Badestellen in der Bundesrepublik bekamen Mängel attestiert, weil dort zu viele bedenkliche Bakterien im Wasser entdeckt worden waren – ein Jahr zuvor waren es acht gewesen. Unter ihnen sind fünf Binnen- und sechs Küstengewässer.

Badeseen in Hessen: Fast alle Badestellen mit ausgezeichneter Wasserqualität

Dazu zählen wie im Vorjahr eine Stelle an der Elbe bei Brokdorf in Schleswig-Holstein, der Nordseestrand Wremen und der Weserstrand Sandstedt in Niedersachsen, der Klostersee Triefenstein in Bayern sowie die Spreelagune Lübben in Brandenburg. Ebenfalls als mangelhaft galten diesmal zudem die Schlei bei Winningmay in Schleswig-Holstein, die Ostsee im Erholungsort Barth an der Glöwitzer Bucht und der Neuendorfer Badestrand am Greifswalder Bodden (Mecklenburg-Vorpommern), das Strandbad Obhausen in Sachsen-Anhalt sowie eine Badestelle am See Freigericht-Ost in Kahl am Main und der Garchinger See (beide Bayern).

Die in Kopenhagen ansässige EEA hat für den jährlich erscheinenden Bericht Daten aus der Badesaison 2020 zu 22.276 Gewässern analysiert, die sich in den EU-Mitgliedstaaten einschließlich Großbritannien sowie in Albanien und der Schweiz befinden. Die Umweltexperten schauten dabei auf die Belastung der Gewässer mit Fäkalbakterien, die beim Menschen zu Krankheiten führen können, nämlich intestinale Enterokokken und Escherichia coli. Die Wasserqualität richtet sich nach der nachgewiesenen Menge dieser Bakterien, die vor allem von Abwässern und aus der Landwirtschaft herrühren. Bei einer Einstufung als mangelhaft rät die EEA zu Badeverboten, Warnhinweisen oder anderen Maßnahmen.

Badeseen in der Umgebung von Fulda

Guckaisee: Zwar hat der kleine Badesee in der Rhön im Kreis Fulda laut Bericht bereits jetzt eine ausgezeichnete Wasserqualität, in diesem Jahr soll der See aber entschlammt werden – und die Qualität weiter steigen. Das soll nach der Badesaison im Herbst passieren, derzeit gilt allerdings noch aufgrund der Corona-Pandemie Badeverbot.

Pfordter See: „Aktuell ist das Baden am Pfordter See noch nicht erlaubt. Die Badesaison ist vom 3. Juli 2021 bis 29. August seitens des Gesundheitsamtes im Vogelsbergkreis mitgeteilt worden“, berichtet die Stadt Schlitz. Entsprechende Auflagen würden rechtzeitig kommuniziert. Die Wasserqualität ist derzeit tadellos.

Nieder-Mooser See: Auch im zur Gemeinde Freiensteinau gehörenden See im Vogelsberg ist die Wasserqualität ausgezeichnet – und Baden unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln grundsätzlich möglich. Der Campingplatz hat ebenfalls wieder geöffnet, allerdings derzeit nur mit eingeschränkter Auslastung.

Seepark Kirchheim: Der Seepark bei Bad Hersfeld kann ebenfalls ausgezeichnete Wasserqualität vorweisen. Nach dem Verkauf des Hotels an eine Religionsgemeinschaft soll Baden und Wasserski dennoch weiter möglich sein. Im vergangenen Jahr war der See für den Badebetrieb gesperrt, wann es dieses Mal los geht, war zunächst noch unklar.

Gederner See: Keine ausgezeichnete, aber gute Wasserqualität hat der See im Wetteraukreis an der Grenze zum Vogelsbergkreis. Laut Hessischem Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie ist das Baden dort allerdings derzeit bis auf Weiteres verboten. Am nahegelegenen Niddastausee ist es unter Auflagen möglich. (dk)

82,8 Prozent dieser mehr als 22.000 Badestellen stuft die EEA diesmal insgesamt als exzellent ein, 92,6 Prozent erfüllten die EU-Mindeststandards. Ein Jahr zuvor waren es knapp 85 beziehungsweise 95 Prozent gewesen. Musterknaben sind diesmal erneut Zypern, Österreich, Griechenland, Malta und Kroatien: Dort bekamen jeweils mehr als 95 Prozent der Badestellen eine exzellente Wasserqualität bescheinigt. Deutschland landet mit seinem prozentualen Anteil an exzellenten Badestellen hinter diesen fünf Ländern und Dänemark auf Rang sieben. Nicht weit dahinter reihen sich auch die bei Deutschen besonders beliebten Urlaubsländer Italien und Spanien ein.

Seen in Hessen

Wenn es die Corona-Regeln und das Wetter erlauben, können die Hessen vielerorts unbeschwert in Badeseen schwimmen und planschen. Nach dem Bericht EEA weisen 57 der 61 hessischen EU-Badestellen eine ausgezeichnete hygienische Wasserqualität auf. Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden mitteilte, sind die restlichen vier Seen mit „gut“ bewertet worden.

Einen Überblick, welche Seen in Hessen geöffnet sind und welche Wasserqualität sie haben, gibt es hier: www.badeseen.hlnug.de. Die Experten raten generell vom Baden in Flüssen und Bächen ab, da eingeleitete Abwässer mit Krankheitskeimen belastet sein könnten.

Die EEA wies in dem Bericht zudem darauf hin, dass sich in den vergangenen Jahren stark darum bemüht worden sei, die Wasserqualität in urbanen Gegenden zu steigern. Heute könne man in einigen europäischen Hauptstädten sicher Baden gehen, unter anderem in der Donau in Wien und Budapest, in der Spree in Berlin oder im Hafen von Kopenhagen.

Video: Badegewässer in Deutschland großteils mit ausgezeichneter Wasserqualität

Insgesamt betrachtet liegen zwei Drittel der analysierten Badestellen an den Küsten Europas. Dort ist die Wasserqualität laut EEA-Angaben generell besser als im Inland. Der Gesamtanteil an mangelbehafteten Badegewässern geht seit Jahren zurück: 2020 machten sie noch einen Anteil von 1,3 Prozent aus, verglichen mit 2 Prozent 2013. In Deutschland lag dieser Anteil diesmal bei 0,5 Prozent.

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