Mehrere Jugendliche sollen mit ihren Motorrollern in einen Tunnel an der ICE-Strecke Fulda-Kassel gefahren sein. (Symbolbild)
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Mehrere Jugendliche sollen mit ihren Motorrollern in einen Tunnel an der ICE-Strecke Fulda-Kassel gefahren sein. (Symbolbild)

Tödliche Gefahr

Hessen: Jugendliche sollen mit Rollern in ICE-Tunnel gefahren sein - Polizei sucht nach Zeugen

Eine Gruppe Jugendlicher soll mit ihren Motorrollern im Sengebergtunnel unterwegs gewesen sein. Dieser gehört zur ICE-Strecke Fulda-Kassel. Die Strecke war am Ostersonntag rund eine Stunde gesperrt.

Morschen - Mit rund 250 Stundenkilometern sind ICE-Züge auf der Schnellstrecke zwischen Fulda und Kassel in Hessen unterwegs. Fußgänger, Rad- oder Rollerfahrer haben auf den Gleisen, noch dazu in einem Tunnel nichts zu suchen. „Solche Verhaltensweisen wie die der unbekannten Jugendlichen sind absolut lebensgefährlich und natürlich verboten“, betont die Leiterin der Bundespolizei in Kassel, Polizeidirektorin Sonja Koch-Schulte.

Mit Blaulicht und Martinshorn war die Bundespolizei aus Melsungen und Homberg am Ostersonntag gegen 18 Uhr zum Sengebergtunnel bei Morschen-Wichte auf der ICE-Strecke von Fulda nach Kassel ausgerückt. Grund waren die Meldungen mehrerer besorgter Bürger, nach deren Informationen mehrere Jugendliche mit Motorrollern in den Tunnel und wieder hinaus gefahren sein sollen (lesen Sie hier: 29-Jährige läuft in Bahn-Tunnel - Polizei muss Zugstrecke komplett sperren).

Polizei in Hessen: Jugendliche fahren bei Kassel mutmaßlich mit Motorrollern in ICE-Tunnel

Ein Bürger hatte laut Pressemitteilung der Bundespolizei ausgesagt, die Jugendlichen auf ihre gefährliche Unternehmung angesprochen zu haben. Diese seien allerdings unbeeindruckt in Richtung Nieder-Beisheim weitergefahren.

Die Schnellfahrstrecke wurde aus Sicherheitsgründen für rund eine Stunde gesperrt. Die Suche von Bundespolizisten und Notfallmanagern der Deutschen Bahn im Tunnel blieb allerdings erfolglos. Auch per Hubschrauber suchten die Polizisten nach den Jugendlichen, entdeckten sie jedoch nicht.

Jugendliche in ICE-Tunnel: Züge fahren mit 250 Stundenkilometern - tödliche Gefahr

Bei einer Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern betrage der Bremsweg eines Zuges rund einen Kilometer, warnt die Polizei. „Die Gefahr, von Zügen erfasst und getötet zu werden, ist sehr groß.“

Die Bundespolizeiinspektion in Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht weiterhin nach den Jugendlichen. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0561) 816160 oder unter bundespolizei.de zu melden. (sko)

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