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An der Tankstelle müssen die Hessen in diesem Jahr deutlich tiefer in die Tasche greifen, als es noch 2020 der Fall war.

Hohe Energiepreise

Inflation über 5 Prozent - Stärkster Preisanstieg in Hessen seit rund 30 Jahren

Die Inflation in Hessen hat im November die Fünf-Prozent-Marke überschritten und ist auf den höchsten Stand seit gut 30 Jahren gestiegen.

Wiesbaden - Die Verbraucherpreise lagen um 5,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Landesamt am Montag mitteilte. Einen stärkeren Anstieg der Jahresteuerungsrate hatte die Behörde zuletzt im Juli 1991 mit damals 5,8 Prozent gemessen. Angeheizt wurde die Inflation in Hessen erneut vor allem von stark gestiegenen Energiepreisen.

Gegenüber dem Vormonat Oktober sanken die Verbraucherpreise insgesamt im November leicht um 0,2 Prozent.

Hessen: Inflation über 5 Prozent - Stärkster Preisanstieg seit rund 30 Jahren

Deutlich mehr als ein Jahr zuvor mussten Verbraucher und Verbraucherinnen für Energie (plus 25,3 Prozent) zahlen. Dabei wirkte sich den Angaben zufolge auch die zu Beginn dieses Jahres bundesweit eingeführte CO2-Abgabe aus. Heizöl kostete im November fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor (98,7 Prozent). Wie viel Geld verbraucherinnen und Verbraucher 2022 in Fulda für Strom und Erdgas ausgeben müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Besuch an der Tankstelle verteuerte sich um 44,8 Prozent. Auch für Erdgas (plus 19,7 Prozent) und Strom (plus 6,5 Prozent) mussten die Menschen spürbar tiefer in die Tasche greifen als im November 2020. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte die Inflationsrate den Angaben zufolge bei 3,3 Prozent gelegen.

Mehrwertsteuersenkung wird Inflationsrate weiterhin prägen

Neben dem Anstieg der Energiepreise nach dem Corona-Schock 2020 spielt auch die Rücknahme der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung eine Rolle. Diese Effekte würden voraussichtlich auch noch im Dezember 2021 die Inflationsrate prägen, erläuterten die Statistiker.

Um der deutschen Wirtschaft in der Corona-Krise Schub zu geben, hatte der Bund die Mehrwertsteuer befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Seit Januar 2021 gelten wieder die regulären Steuersätze, Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell wieder teurer. Nahrungsmittel kosteten im November 4,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. (dpa)

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