Ingmar Süß (von links), Larissa Kempf (Gemeinde Hofbieber), Katharina Lubosz (Marktgemeinde Hilders) und Sebastian Kircher (Gemeinde Petersberg) hoffen, dass viele Radler die Hütte als Selfie-Point entdecken werden.
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Ingmar Süß (von links), Larissa Kempf (Gemeinde Hofbieber), Katharina Lubosz (Marktgemeinde Hilders) und Sebastian Kircher (Gemeinde Petersberg) hoffen, dass viele Radler die Hütte als Selfie-Point entdecken werden.

Ingmar Süß gestaltet Hütten

Kunstaktion auf dem Milseburgradweg: Neue Selfie-Points für Radfahrer

Die Arbeitsgemeinschaft des Milseburgradwegs möchte die Strecke in Hessen mit einer Kunstaktion aufwerten. Künftig sind Radfahrer dazu eingeladen, an verschiedenen Punkten Fotos zu schießen.

Hilders/Hofbieber/Petersberg - Eine Rast einlegen, ein Foto schießen und anderen zeigen, dass man auf Radtour ist: Das ist die Idee hinter der Kunstaktion, die derzeit auf dem Milseburgradweg umgesetzt wird, erklärt die Arbeitsgemeinschaft. Zwei von drei geplanten Schutzhütten sind bereits umgestaltet, die dritte folgt im Laufe der kommenden Woche.

„Es gibt mehrere Schutzhütten entlang des Radweges, der Götzenhof mit Hilders verbindet“, schildert die Arbeitsgruppe. Dort sollen Radfahrer zum Beispiel während eines Unwetters Unterschlupf finden. Allerdings seien diese Hütten vor allem funktional – zum Verweilen laden sie bislang nicht ein. „Das soll sich nun ändern: Die Arbeitsgemeinschaft Milseburgradweg, bestehend aus den Gemeinden Hilders, Hofbieber und Petersberg, möchte die Schutzhütten optisch aufwerten“, heißt es. Dafür konnte die AG den Künzeller Künstler Ingmar Süß gewinnen, der unter anderem die Selfie-Points in Fulda erstellt hat. (Lesen Sie hier: Graffiti-Wände als Hoffnungszeichen in Corona-Zeiten)

Hessen: Kunstaktion auf dem Milseburgradweg - Neue Selfie-Points für Radfahrer

Ingmar Süß habe in den vergangenen Wochen auf den Außenflächen von zwei Schutzhütten Kunstwerke angebracht, die einerseits das Thema Radweg aufgreifen und andererseits an die Geschichte des Milseburgradweges als ehemalige Bahntrasse erinnern. „Ziel ist, dass die Radler Fotos vor den Kunstwänden machen und so ihren Freunden, Verwandten und Bekannten zeigen, dass sie gerade in der Rhön unterwegs sind.“ In allen Kunstwerken sei der Radweg zu sehen - so können die Fahrer selbst Teil des Bildes werden.

Der Milseburgradweg

Der Milseburgradweg ist 27 Kilometer lang und verbindet Petersberg-Götzenhof über Hofbieber mit Hilders. Der Radweg ist im Jahr 2003 auf der ehemaligen Biebertalbahn-/Rhönbahn-Trasse entstanden. Highlight des Radweges ist die Fahrt durch den 1172 Meter langen Milseburgtunnel bei Oberbernhards, dem längsten Fahrradtunnel in Hessen.

Bereits umgestaltet sind laut der Arbeitsgruppe die Schutzhütten an den alten Bahnhöfen Hilders und Götzenhof. Nächste Woche soll die Schutzhütte in Bieberstein umgestaltet werden, wobei das Schloss einfließen wird. Perspektivisch sei geplant, alle Schutzhütten entlang des Weges aufzuwerten. (lea)

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