Ab dem neuen Schuljahr sollen alle Schüler in der Schule eine Maske tragen. Mit der aktuellen Hitzewelle wird die Maskenpflicht aber zur Tortur.
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Schüler können im Klassenzimmer Maske tragen - außerhalb des Klassenzimmers ist es vorgeschrieben.

Einheitliche Regelung

Schüler in Hessen müssen ab Montag Masken tragen - aber nicht überall   

Montag beginnt das neue Schuljahr. Und das Land Hessen regelt die Maskenpflicht an Schulen nun einheitlich. Außerhalb der Klassenzimmer gilt: Maske auf.

Fulda/Wiesbaden - In Hessen müssen Schüler und Lehrer mit Beginn des neuen Schuljahres an diesem Montag außerhalb der Klassenzimmer sogenannte Alltagsmasken auf dem Schulgelände tragen. Das Land macht den Schulen damit einheitliche Vorgaben wegen der Corona-Pandemie, wie Staatskanzlei und Kultusministerium in Wiesbaden mitteilten. Zudem haben Lehrerinnen und Lehrer, genauso wie Erzieherinnen und Erzieher in Kitas die Möglichkeit, sich im Zeitraum von August bis Oktober bis zu fünf mal kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen.

In Hessen beginnt am Montag wieder der Unterricht nach sechs Wochen Sommerferien. Bislang war vorgesehen, dass die Schulleitungen über das Tragen von Masken zur Abdeckung von Mund und Nase entscheiden sollten. Mit der Änderung reagiere man nun auf die zuletzt wieder etwas angestiegenen Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Zudem habe es Rückmeldungen von Schulleitern mit dem Wunsch nach einer einheitlichen Regelung gegeben.

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Schulstart in Hessen: Land regelt Maskenpflicht

Auch in mehreren anderen Bundesländern müssen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer im neuen Schuljahr auf dem Schulgelände eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, in Nordrhein-Westfalen gilt die Pflicht zumindest vorübergehend auch für die Zeit des Unterrichts. Das ist in Hessen aber nicht vorgesehen, Schüler und Lehrer dürfen aber eine Maske aufsetzen, wenn sie das wollen.

Im Video: „Schulen sind Hotspots“: Ängste zum Schulstart mit Corona

Unter anderem die Frankfurter Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) hatte einheitliche Vorgaben des Landes zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung innerhalb von Schulgebäuden gefordert. Sie halte es für dringend geboten, dass Schüler ab zehn Jahren und Erwachsene zumindest in den ersten Wochen nach den Sommerferien in den Gängen, im Treppenhaus, auf dem Schulhof und in den sanitären Einrichtungen Alltagsmasken tragen, hatte sie Anfang August gesagt.

Wichtig für alle Eltern: Kindergarten- und Schulkinder mit einem Schnupfen sollen künftig nicht mehr sofort nach Hause geschickt werden. Die entsprechenden Leitlinien seien angepasst worden, teilte die hessische Sozialstaatssekretärin Anne Janz (Grüne) mit. Eine solche Maßnahme müsse nur noch bei den für die Erkrankung mit Covid-19 typischen Symptomen wie Fieber, trockener Husten oder allgemeine Abgeschlagenheit ergriffen werden.

Die Maskenpflicht für Schulen in Hessen ist da.

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Neues Schuljahr: Eltern und Lehrer sind gespalten

Eltern und Lehrerverbände blicken mit gemischten Gefühlen auf den Schulstart. Die Lehrerschaft sei sehr gespalten, berichtete der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Stefan Wesselmann. Einige sagten, „wir können Schule nicht machen, wenn wir die Abstandsregeln nicht beibehalten“. Andere befürchteten wiederum, dass die Schere zwischen den Kindern immer weiter auseinandergehe, wenn die einen zuhause von den Eltern beim Lernen Unterstützung bekommen, andere dagegen nicht.

„Das pädagogische Herz sagt, wir wollen sie alle in der Schule haben“, sagte Wesselmann. Dann könnte eine Maskenpflicht im Klassenraum womöglich der Preis sein, den man zahlen müsse. Allerdings sei dies - vor allem bei sommerlichen Temperaturen - über mehrere Stunden hinweg schon eine Herausforderung. (dpa)

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