Ein Blick auf den Edersee in Hessen.
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Hessens größter Stausee ist randvoll. Die Folge: Es kommen viele Besucher.

Hoher Wasserstand

Urlaub in Hessen: Regen verpasst Tourismusregion Edersee kräftigen Schub

Der regenreiche Juli hat dem Tourismus rund um den nordhessischen Edersee einen kräftigen Schub verpasst - denn der vor allem bei Wassersportlern beliebte Stausee ist so voll wie selten im Sommer. Auch die Rhön wird bei Touristen immer beliebter.

Fulda/Edersee - Der regenreiche Juli treibt Wassersportler nach Hessen: Der Tourismus rund um den Edersee erlebt einen Schub wie selten im Sommer. „Die Gastro brummt, Ferienwohnungen sind vermietet, wir sind hochzufrieden“, sagte Thomas Hennig vom Regionalverband Eder-Diemel, einer Interessensvertretung von Wassersportlern, Hoteliers und Gastronomen.

Nach Angaben des zuständigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Hann. Münden war der See zum Wochenbeginn zu 93 Prozent gefüllt. Der Wasserstand lag bei 243,77 Metern über Normalnull (NN), das sind nur 1,2 Meter unter dem Maximum des Sees.

Hessen: Tourismus am Edersee profitiert von nassem Sommer

„Im letzten Jahr sah das ganz anders aus: Da hatten wir zu dieser Zeit fast alle Boote an Land“, sagte Hennig. Denn im Juli 2020 war der Wasserstand wegen der Trockenheit noch früher als in den Jahren zuvor unter die kritische 50-Prozent-Marke gesunken. (Lesen Sie hier: Urlaub und Corona: Diese Regeln in den deutschen Bundesländern)

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fielen im Juli in Hessen fast 95 Liter Regen pro Quadratmeter. Das sind 22 Liter mehr als der Mittelwert der Referenzperiode (1961 bis 1990) für diesen Monat. Zudem zählte Hessen mit einer Durchschnittstemperatur von 17,7 Grad zu den kühlen Bundesländern.

Video: Tourismus am Edersee - Mit oder ohne Wasser?

Laut Wetterdienst bleibt es auch die kommenden Tage wechselhaft, und es gibt immer wieder Schauer. Eine durchgreifende Wetteränderung ist demnach nicht in Sicht. Heißt: Die Hessen müssen weiter auf den Sommer warten.

Der Edersee profitiert vom Regen und dem hohen Wasserstand. Im Corona-Sommer 2021 verzeichnet aber auch die Rhön viele Besucher. Der Trend zum Inlandstourismus schlägt sich nieder. (dpa)

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