Der Garten von Andrea Farnung, die in Thalau ihre „Kräuterwerkstatt“ betreibt, ist ein gutes Beispiel für regionales Bauen.
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Der Garten von Andrea Farnung, die in Thalau ihre „Kräuterwerkstatt“ betreibt, ist ein gutes Beispiel für regionales Bauen.

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Regionales Bauen in der Rhön: Landkreis Fulda ruft Wettbewerb für Grundstücke und Gärten aus

Was verstehen Sie unter regionalbewusstem Bauen. Und warum ist Ihr Grundstück, Ihr Haus oder Ihr Garten ein perfektes Beispiel dafür? Das fragt der Landkreis Fulda im Sommer 2021 und ruft zu einem Wettbewerb „Regionalbewusstes Bauen“ auf.

Fulda - „Regionalbewusstes Bauen ist kein Baustil. Es gibt keine einheitlichen Kriterien, die darüber entscheiden, ob ein Gebäude in die Region ,passt‘ oder nicht“, erklärt Jürgen Simon vom Fachdienst Regionalentwicklung des Landkreises Fulda. „Es geht nicht darum, festgelegte Merkmale zu erfüllen – sondern darum, sich vor dem Bau auf die Umgebung einzulassen und sich nach ihr auszurichten.“

Dies bedeute, sich zum Beispiel folgende Fragen zu stellen: Wie ist die Bodenbeschaffenheit, aus welcher Richtung kommt der Wind, wie ist der Lichteinfall, muss ich mich an eine Hanglage anpassen? Auch die Frage nach den Materialien gehört dazu: Gibt es regionale Lösungen? Diese Lösungen könnten ganz individuell aussehen, teilt der Landkreis in einer Pressemitteilung zum Wettbewerb mit, der bis zum 15. August läuft. (Lesen Sie hier: Großes Naturschutzprojekt in der Rhön - Bund fördert mit über 700.000 Euro)

Hessen: Biosphärenreservat Rhön richtet Wettbewerb für regionales Bauen aus

Auf der Projektseite „Regionalbewusst bauen und leben im Landkreis Fulda“ auf der Homepage des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön finden sich Beispiele aus der Region. Dort gibt es zudem alle Infos zum Wettbewerb sowie die Teilnahmeunterlagen.

Bewerben dürfen sich Eigentümer oder Bauherren aus dem Landkreis Fulda mit einem Gebäude oder einem Garten. „Wichtig ist, der Natur im Garten Platz zu geben“, sagt Janet Emig vom Verein Natur- und Lebensraum Rhön. „Natürliche Baustoffe wie Holz oder Natursteinen können reizvolle Akzente setzen. Auch die Auswahl der Pflanzen ist ein wichtiges Gestaltungselement. Stauden und Blumenbeete sollten mit heimischen Arten bepflanzt werden, so bieten sie für Insekten Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten.“

Wettbewerb für regionales Bauen: Segelflüge und Luftaufnahmen zu gewinnen

Eine Jury – bestehend aus Jürgen Simon, Torsten Raab (Hessische Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön), Janet Emig sowie Mitgliedern des Arbeitskreises Regionales Bauen und Leben – wird im August die Gewinner küren. Zu gewinnen gibt es Segelflüge auf der Wasserkuppe. Außerdem werden Luftaufnahmen verlost, die ein professioneller Fotograf von den Grundstücken der Gewinner machen wird. (sko)

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