Kinder bauen einen Schneemann während es schneit.
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Viele träumen von Schnee an Weihnachten. In diesem Jahr könnte der Traum wahr werden. (Symbolbild)

Kalte Luft entscheidend

„Weiße Überraschung ist möglich“ - Meteorologe macht Hoffnung auf Schnee über die Feiertage

  • Rainer Ickler
    VonRainer Ickler
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Viel Spannung liegt in der Luft. Die Meteorologen wollen sich noch nicht festlegen, ob es in Hessen an Weihnachten nicht doch noch weiß werden könnte.

Fulda - „Es kommt auf Nuancen an. Noch ist die Kaltluft bei uns dominierend, doch aus dem Südwesten kommt wärmere Luft zu uns. Entscheidend wird sein, wo die Luftmassengrenze zwischen kalt und warm verläuft“, sagt Diplom-Meteorologe Oliver Reuter aus Eiterfeld-Körnbach. Fest steht, dass es an Heiligabend bei Plusgraden ungemütlich und regnerisch werden wird.

Spannend wird es danach. Alles kann sich dann am ersten und zweiten Feiertag ändern. Klar ist, dass es über Weihnachten im Nordosten Deutschlands kalt und im Südwesten warm werden wird. Der Deutsche Wetterdienst ist bei seiner Prognose zunächst vorsichtig: Zu Beginn der Woche ging er noch davon aus, dass es keine weiße Weihnachten geben wird. Am Donnerstag heißt es jetzt, dass zumindest im Norden Hessens Schnee an den Feiertagen möglich sei. Wie es in der Mitte, in der Region Fulda aussehen wird, ist die spannende Frage, die sich nicht leicht beantworten lässt.

Hessen: Meteorologe macht Hoffnung auf Schnee an Weihnachten

Kalte Luft aus dem Norden trifft auf warme aus dem Süden. Schnee fällt dort, wo die Kaltluft dominiert. Es geht um wenige Kilometer. Liegt die Luftmassengrenze über Südhessen, wäre dies positiv für Osthessen, denn es würde vermutlich bedeuten, dass es an den Feiertagen doch noch schneit.

Wenn auch nicht viel, aber die Landschaft könnte weiß angehaucht sein und damit der Wunsch von weißen Weihnachten erfüllt werden. Liegt die Luftmassengrenze über Nordhessen, dann bleibt es bei uns vermutlich grau und regnerisch bis zum Jahresende.

Es gibt drei Wettermodelle, sagt Reuter: Das amerikanische geht davon aus, dass es kälter wird und es bis zu sieben Zentimeter schneien kann. Die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes sieht dagegen Osthessen eher im warmen Bereich. Das würde bedeuten, dass es bis zu drei Grad warm wird und es leicht regnet. Schließlich gibt es noch ein europäisches Modell. Dieses ähnelt dem amerikanischen und prognostiziert kältere Temperaturen an den Feiertagen. „Weiße Überraschungen sind also möglich“, sagt Reuter.

Das würde auch die Skiliftbetreiber freuen. Auf der Wasserkuppe laufen der Märchenwiesenlift und der Zauberteppich seit 10. Dezember. Aktuell werden die Pisten mit Schneekanonen beschneit. „Hier liegen 40 Zentimeter Schnee und die Anlagen laufen“, sagt Betriebsleiter Florian Heitmann.

Video: Schnee-Traum auf der Wasserkuppe schmilzt dahin

Die Ski- und Rodelarena Wasserkuppe hat über die Feiertage geöffnet, Heiligabend laufen die Lifte bis 16 Uhr. Heitmann hofft auf Schneefall in den kommenden Tagen, sagt aber pragmatisch: „Wir können das Wetter nicht beeinflussen.“

Ein paar Kilometer entfernt liegt das Zuckerfeld. Harald Jörges von der Betreiberfamilie hat schon viel Kunstschnee produziert. Die weiße Pracht liegt auf großen Haufen. Er wird erst den milden Heiligabend abwarten und danach den Schnee auf der Piste verteilen. Er hofft, dass zu dem künstlichen Schnee noch natürlicher dazu kommt. Er verfolgt die Wettervorhersagen. „Hoffentlich haben die recht, die kältere Luft prognostizieren. Dann könnten wir ab Montag den Lift aufmachen.“

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