Ein Teil des Festgeländes mit der Ausstellung „Natur auf der Spur“ ist auf dem Hessentag 2017 in Rüsselsheim (Hessen) vom Riesenrad aus zu überblicken.
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Ein Teil des Festgeländes mit der Ausstellung „Natur auf der Spur“ ist auf dem Hessentag 2017 in Rüsselsheim (Hessen) vom Riesenrad aus zu überblicken.

Besuchermagnet

„Keine Pommes und Curry-Wurst“: So soll die Sonderausstellung auf dem Hessentag in den Fulda-Auen aussehen

Regionalität steht bei der Sonderausstellung „Natur auf der Spur“ im Fokus, die beim Hessentag auch in Fulda einen Besuchermagnet werden soll. Bei einer Infoveranstaltung wurden Pläne nun konkreter.

Fulda - Das hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) hatte eingeladen und rund 40 Interessierte, Selbstvermarkter sowie Vertreter von Verbänden und Umweltorganisationen waren ins Bürgerhaus in Haimbach gekommen, um sich über die Hessentags-Sonderausstellung „Natur auf der Spur“ zu informieren.

Für Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) sei die Sonderschau ein „Herzensanliegen“ und ein zentraler Bestandteil des Hessentages 2021 in Fulda. „Hier werden Menschen und gerade auch Kinder sensibilisiert für die Themen Natur, Nachhaltigkeit und Regionalität. Viele Kinder – auch in ländlich geprägten Regionen – wachsen heute ohne direkte Kontakte mit der Natur und Tieren auf. Da ist eine solche Sonderschau umso wertvoller“, betonte er. Auch in der Corona-Krise könne die Schau stattfinden, sei sie doch unter freiem Himmel und auf einem großzügigen Gelände mit rund 2,5 Hektar in den Fulda-Auen geplant, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Die Pläne für die Sonderausstellung zum Hessentag in den Fulda-Auen sind konkreter geworden

Simone Ariane Pflaum, Hessentagsbeauftragte des Hessischen Umweltministeriums, war mit ihrem Team nach Fulda gekommen, um das Konzept vorzustellen und Fragen der Interessierten zu beantworten: „Die Sonderausstellung ist ein Besuchermagnet bei den Hessentagen – rund 30 Prozent aller Besucher kommen hierher“, berichtet sie. Dabei lebe die Sonderschau vom Engagement der in der Regel rund 60 beteiligten Partner.

Bei einer Infoveranstaltung wurden die Pläne für die Sonderausstellung „Natur auf der Spur“ vorgestellt.

Die Anforderungen an die Ausstellenden erklärte Heike Kramer vom Hessischen Umweltministerium. Sie ist für das Bewerbungsverfahren und die Organisation der Sonderschau zuständig. „Unser Ziel ist es, die Menschen über die Themen Natur, Klimaschutz, Landwirtschaft und Nachhaltigkeit zu informieren und den ländlichen Tourismus sowie die regionalen Direktvermarkter zu fördern“, sagte sie. Dabei seien individuell und naturnah gestaltete Stände mit eigenen Erzeugnissen und regionalen Produkten sowie Mitmach-Aktionen, denn „das bleibt den Besucherinnen und Besuchern in Erinnerung“.

Bewerbungen

Bewerbungen für Stände und/oder Aktivitäten bei „Natur auf der Spur“ können ab sofort beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingereicht werden.

Alle Informationen und Formulare gibt es im Internet. Bewerbungsschluss ist der 1. Dezember 2020.

Sonderschau „Natur auf der Spur" in den Fulda-Auen soll beim Hessentag Regionalität in den Fokus stellen

Wesentliche Bestandteile von „Natur auf der Spur“ auf der rund zweieinhalb Hektar großen Fläche in der Fulda-Aue sind nicht nur die Stände, sondern auch ein Bauernmarkt, Platz für Tiere und ein Diorama-Zelt, in dem die jeweilige regionale Landschaft im Kleinen nachgebaut wird. Am Rande dieses Dioramas laden ein Bauernmarkt und das „Grüne Restaurant“ mit regionalen gastronomischen Angeboten zum Essen und Trinken ein. Auch hier seien die Ansprüche klar: „Pommes und Curry-Wurst soll es hier nicht geben, auch keine industriell gefertigten Softdrinks oder Säfte aus exotischen Früchten“, erklärt Heike Kramer.

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Möglicherweise werde es 2021 statt eines großen Zeltes mehrere kleinere geben, um die Besucherströme besser lenken zu können, erläuterte Lars Mandler, Planer der Sonderausstellung. Die Besucherlenkung ist einer der Eckpfeiler für das Hygiene- und Sicherheitskonzept, das die Stadt Fulda erstellt hat. Dieses Konzept sowie den derzeitigen Planungsstand mit drei Quartieren stellte Jürgen Peter, einer von drei Hessentags-Beauftragten der Stadt Fulda vor – immer mit der Maßgabe, dass die Planungen flexibel an die aktuellen Anforderungen der Corona-Lage angepasst werden können. (lea)

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