In der Hexennacht wurde mit einem Aufkleber aus einer Einbahnstraße eine Einhornstraße.
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Welche Scherze denken sich die Hexen in der Region dieses Mal aus?

Was ist erlaubt? Was nicht?

Polizei in Fulda appelliert vor Hexennacht und dem 1. Mai an Vernunft der Bürger – und erinnert an Corona-Bestimmungen

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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  • Ann-Katrin Hahner
    Ann-Katrin Hahner
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Die Nacht auf den 1. Mai, die Hexennacht, wird in der Region gern genutzt, um Schabernack zu treiben. Passt das Wetter, ist der 1. Mai auch ein beliebter Ausflugstag. Wegen der Corona-Pandemie ist einiges anders.

Die Polizei wird in der Hexennacht und am 1. Mai wie in den vergangenen Jahren zuvor die Unterstützung der Bereitschaftspolizei anfordern, erklärte Polizeisprecher Stephan Müller auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Polizei appelliert allerdings an die Vernunft der Bürger, die in Zeiten der Corona-Pandemie geltenden Bestimmungen und Auflagen einzuhalten.

Müller nennt beispielsweise Abstandsregeln, keine Feiern, Gruppen und so weiter. Zur Hexennacht sagt der Polizeisprecher: „Streiche und Scherze sind in Ordnung, finden aber ein Ende, wenn es in den Straftatbereich geht oder zur Gefahr für andere Bürger wird.“

Solche Aktionen würden entsprechende Konsequenzen haben, warnt Müller. Die Polizei in Osthessen wird vermehrt kontrollieren. Es wird allerdings keine Großkontrollen geben. Und was ist am 1. Mai, dem Feiertag, alles erlaubt? Und was nicht? Hier ein paar Beispiele:

Das ist am 1. Mai erlaubt:

1. Spaziergänge unter bestimmten Bedingungen.

2. Auch Ausflüge, etwa zum Wandern, sind nicht direkt verboten. Allerdings gelten in Hessen noch strenge Kontaktbeschränkungen – in der Öffentlichkeit sollten außerhalb einer familiären Hausgemeinschaft nur zwei Menschen zusammen unterwegs sein. Die Ordnungsbehörden kontrollieren, ob das eingehalten wird. Die Empfehlung des hessischen Sozialministeriums lautet daher: Möglichst zu Hause bleiben.

3. Busse und Bahnen im öffentlichen Nahverkehr nutzen. Fahrgäste müssen aber Mund und Nase abdecken. Neben einer Alltagsmaske sind dazu auch Schals oder Tücher erlaubt.

4. Gaststätten und Restaurants dürfen Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten oder ausliefern. Dies ist auch Eisdielen wieder erlaubt.

Das ist am 1. Mai nicht erlaubt:

1. Kundgebungen mit größeren Menschenansammlungen: Die traditionellen 1. Mai-Kundgebungen können daher nicht in der gewohnten Form stattfinden. Der DGB verzichtet erstmals in seiner Geschichte auf Sternmärsche oder Demonstrationen, er ruft zu Online-Aktionen auf.

2. „Tanz in den Mai“: Die beliebten Veranstaltungen müssen ausfallen, Diskotheken und Clubs bleiben dicht.

3. Größere Menschenansammlungen an Touristen-Hotspots sind tabu. So sperren Kommunen im Rheingau am 1. Mai die großen Parkplätze am Rhein und bei Sehenswürdigkeiten.

4. Ausflugsfahrten mit einem größeren Schiff sind ebenfalls nicht erlaubt. Freizeiteinrichtungen, auch Zoos und Museen, müssen in Hessen weiterhin geschlossen bleiben.

5. Sportanlagen dürfen weiterhin nicht für den Breitensport benutzt werden.

6. Gaststätten und Restaurants dürfen weiterhin keine Gäste vor Ort bewirten.

7. Ein größeres Picknick, Grillen oder Feiern im öffentlichen Raum ist derzeit ebenfalls verboten.

8. Vereinen ist es nicht erlaubt, am 1. Mai Speisen zum Mitnehmen anzubieten. „Nach der dritten Corona-Verordnung ist dies nicht zulässig“, teilte das Sozialministerium inWiesbaden mit. Speisen „to go“ dürften nur genehmigte Gaststätten anbieten. Unter anderem im Main-Kinzig-Kreis hatten offenbar zahlreiche Vereine geplant, statt der üblichen Mai-Feiern Essensstände aufzubauen, um dort etwa eine „Wurst to go“ anzubieten. 

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