Wechsel im Bürgermeisteramt: Hubert Blum (rechts) führte Nachfolger Ronny Lars Günkel ein.
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Wechsel im Bürgermeisteramt: Hubert Blum (rechts) führte Nachfolger Ronny Lars Günkel ein.

„Ronny scharrt mit den Hufen“

Amtswechsel in Hilders: Ronny Lars Günkel als Bürgermeister eingeführt - Hubert Blum hört auf

  • Rainer Ickler
    vonRainer Ickler
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Abschied und Neuanfang – unter diesem Motto stand die konstituierende Sitzung der Hilderser Gemeindevertretung. Ronny Lars Günkel (CWE) wurde als neuer Bürgermeister eingeführt, für den scheidenden Rathauschef Hubert Blum (SPD) gab es lobende Worte. 

Hilders - Mit großer Mehrheit ist Günkel im November zum neuen Bürgermeister der Marktgemeinde Hilders gewählt worden. Am morgigen Freitag beginnt seine Amtszeit, die bis 15. April 2027 dauert. Während der konstituierenden Sitzung am Dienstagabend im Ulstersaal wurde er offiziell von Noch-Bürgermeister Hubert Blum in das Amt eingeführt und vom neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Lars Rippstein (CDU), verpflichtet.

„Ronny scharrt schon mit den Hufen“, sagte Blum. Freitag ist es dann so weit. Dann hat Günkel den ersten Arbeitstag. Um gut vorbereitet zu sein, hätten die beiden schon viel Zeit miteinander verbracht, erklärte Blum. Rippstein wünschte Günkel einen guten Start, eine glückliche Hand bei seinen Entscheidungen und hohe Steuereinnahmen.

Hilders: Hubert Blum übergibt an Bürgermeister-Nachfolger Ronny Lars Günkel

Da Corona-bedingt keine Feier zum Abschied von Hubert Blum stattfinden kann, haben die Fraktionsvorsitzenden und Lars Rippstein die letzte Sitzung von Blum dazu genutzt, um ihm Dank zu sagen. Der neue CDU-Fraktionschef Günter Stehling sagte, die Zusammenarbeit mit Blum sei geprägt gewesen von einem vertrauensvollen Miteinander, die trotz manchmal unterschiedlicher Vorstellungen fast immer zu sachlichen Lösungen zum Vorteil von Hilders geführt habe. „Dass dies möglich wurde, dazu hast Du mitdeiner kommunikativen, sachorientierten und ironisch-humorvollen Art beigetragen“, sagte er.

„Du hast in den 18 Jahren im Amt des Bürgermeisters viel Gutes zum Wohle der Gemeinde bewirkt, Veränderungen angestoßen und das Leben in der Gemeinde geprägt“, lobte OBH-Chef Hartmut Jenisch. Auch die OBH habe er zehn Jahre lang – so lange gibt es die Gruppierung – unterstützt und ihr die Feinheiten der Kommunalpolitik nähergebracht, führte er weiter aus. Berthold Gilbert, der CWE-Fraktionsvorsitzende, würdigte die stets gute und konstruktive Zusammenarbeit. „Es hat Spaß gemacht.“ Er dankte Hubert Blum für den 18-jährigen Einsatz für die Gemeinde.

Hilders: Lobende Worte für Noch-Bürgermeister Hubert Blum

„Unsere erste Begegnung vor 18 Jahren war nicht ganz so entspannt wie jetzt. Dass in Hilders ein Sozi die Bürgermeisterwahl gewonnen hatte, wollte ich nicht akzeptieren und erhob Einspruch gegen die Wahl“, blickte Rippstein auf das Jahr 2003 zurück. Doch dies liege weit in der Vergangenheit. „Wirklich geprägt hat unsere Beziehung die Zusammenarbeit im Gemeindevorstand von 2011 bis 2016. Dies war eine Lehrstunde, wie man gemeinsam etwas zum Wohl unserer Heimat bewegen kann“, erklärte der neue Vorsitzende der Vertretung.

„Ich wollte eigentlich nicht, was gerade passiert ist“ sagte Blum und fügte verschmitzt hinzu: „So viele lobende Worte – aber ich will nichts korrigieren“. Er blickte auf knapp 500 Vorstandssitzungen und rund 120 Gemeindevertretersitzungen in den 18 Jahren zurück: Dabei sei gemeinsam viel Positives für Hilders erarbeitet und umgesetzt worden. In der Sache könne man sich streiten. Aber am Ende müsse man einen Konsens erreichen. Das sei fast immer der Fall gewesen. Deshalb stehe Hilders gut da im Vergleich zu anderenGemeinden. „Hier kann man gut leben. Wenn man das sagen kann, hat man viel erreicht“, zog der scheidende Bürgermeister zum Schluss seine persönliche Bilanz.

Für Blum, der demnächst bei der Techniker Krankenkasse in Frankfurt arbeitet, gab es von den Fraktionsvorsitzenden einen Hilderser Wanderrucksack, gefüllt mit Rhöner Spezialitäten. Sie sollen ihn auf dem Arbeitsweg und in der Mittagspause an die Heimat erinnern.

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