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Hinweise zu Silvesterfeuerwerk – Dom, Alstadt und Schutzgebiete sind tabu

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Brände, Feinstaub, Verletzungen und Müll: Die Stadt Fulda, die Polizei und das Biosphärenreservat Rhön geben Hinweise, was bei dem Silvesterfeuerwerk zu beachten ist und wo das Feuern verboten ist.

„Auch an allen Stellen außerhalb der Altstadt, an denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, dürfen keine pyrotechnischen Gegenstände abgebrannt werden.“ Wie in den Vorjahren ist auch auf dem Domplatz das Abbrennen von Silvesterfeuerwerken nicht gestattet.

Sehr leicht Brände auszulösen

Notwendig sind diese strikten Regelungen, da Feuerwerkskörper aufgrund ihrer Brenndauer und der Tatsache, dass sie Temperaturen von bis zu 2000 Grad erreichen können, sehr leicht Brände auslösen können, wenn sie zum Beispiel durch lose Ziegeln oder Dachluken in Gebäude geraten.

Feinstaubbelastung

Aufgrund der aktuellen Diskussion um die Feinstaubbelastung durch Silvesterfeuerwerke bittet die Stadt Fulda zudem die Bevölkerung zusätzlich um einen verantwortungsbewussten Einsatz der pyrotechnischen Gegenstände in der Silvesternacht.

Das Rechts- und Ordnungsamt der Stadt Fulda weist darüber hinaus darauf hin, dass alle Veröffentlichungen der zuständigen Fachbehörden, der Regierungspräsidien wie auch die allgemeinen Sicherheitsvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften und Hinweise der Hersteller auf den Verpackungen zu beachten sind. Verstöße gegen die Sprengstoffverordnung können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Zusätzliche Mülleimer

Gleichzeitig bittet das Ordnungsamt, abgebrannte Feuerwerkskörper ordnungsgemäß zu entsorgen. In einigen Bereichen der Innenstadt, wo das Abbrennen nicht verboten ist, werden zu diesem Zweck zusätzliche Mülleimer aufgestellt.

Polizei ist verstärkt im Einsatz

Die Polizei in Osthessen begleitet in Kooperation mit der Bundespolizei, den Stadt- und Kommunalverwaltungen und anderen Behörden die Feiern zum Jahresende.

„Im Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums Osthessen werden in der Silvesternacht verstärkt Fußstreifen in Uniform und in ziviler Kleidung, unterstützt von der Bereitschaftspolizei, unterwegs sein, um für einen friedlichen Verlauf des Jahreswechsels zu sorgen“, heißt es. An Örtlichkeiten, an denen sich erfahrungsgemäß viele Menschen zum Feiern treffen, sind Streifen unterwegs.

Mobile Kameras werden installiert

In Fulda werden, neben der fest installierten Videoüberwachung an großen Plätzen, mobile Kameras eingesetzt. „Dies bietet der Polizei die Möglichkeit, sich einen aktuellen Überblick über die Situation im Stadtgebiet zu verschaffen.“

So sollen Gefahrensituationen frühzeitig erkannt oder bei Fahndungen Personen schneller gefunden werden. „Außerdem dienen die Aufnahmen, falls notwendig, einer beweisgesicherten Strafverfolgung.“

Zündeln steht unter Strafe

Die Verwaltungen des Biosphärenreservats Rhön appellieren an die Bevölkerung, das Zünden von Raketen und anderen Feuerwerkskörpern in den Schutzgebieten der Rhön und der unmittelbaren Nähe zu unterlassen. „In weiten Teilen der Rhön ist das Lärmen und das Zünden von Feuer gemäß Schutzgebietsverordnung verboten und steht unter Strafe“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Vier Hektar große Wiese brannte in Vergangenheit ab

In den vergangenen Jahren waren an verschiedenen Stellen – unter anderem im Schwarzen Moor – immer wieder Reste von Böllern und Raketen gefunden worden. In den auch im Winter teilweise oft trockenen Gebieten besteht Brandgefahr: In der Silvesternacht 2016/2017 etwa ist laut Biosphärenreservat eine vier Hektar große Wiese entlang der Hochrhönstraße in Brand geraten. Auch auf der Wasserkuppe habe es bereits entsprechende Vorkommnisse gegeben.

Schutzbedürftige Tiere werden massiv gestört

Vor allem aber würden durch die Feuerwerkskörper Wild, Vögel und zahlreiche schutzbedürftige Tiere massiv gestört. „Gemäß den jeweiligen Schutzgebietsverordnungen ist es daher verboten, wildlebende Tiere ‚mutwillig zu beunruhigen‘ und im Gebiet zu ‚lärmen und Feuer anzuzünden‘ (Auszug aus Verordnung über das Naturschutzgebiet Weiherkuppe, RP Kassel)“, heißt es weiter.

Rhönerinnen und Rhöner, die das neue Jahr mit Feuerwerk begrüßen möchten, werden daher gebeten, die Schutzgebiete weiträumig zu meiden. / lea, jev

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